"Daily Planet" wirbt mit konjunktursicherer Dienstleistung
Bordell geht früher als geplant an die Börse

Wegen starken Interesses der Investoren wollen die Betreiber eines australischen Bordells ihr Etablissement früher als geplant an die Börse bringen. Anteile am "Daily Planet" sollten nun bereits Anfang 2003 gekauft werden können, sagte Geschäftsführer Andrew Harris am Donnerstag.

Reuters MELBOURNE. Im Juli hatte die Unternehmensführung angekündigt, in den kommenden zwei Jahren als weltweit erstes Bordell an die Börse gehen zu wollen. "Seitdem haben wir über 3 000 Telefonanrufe und E-Mail-Anfragen von Investoren aus der ganzen Welt erhalten", sagte er. Seinen Angaben zufolge besuchten zudem neun Millionen Menschen die Homepage des Bordells in Melbourne, das mit konjunktursicheren Dienstleistungen wirbt.

Harris will 40,4 Prozent des Unternehmens verkaufen und damit 9 Mill. australische Dollar (rund r Mill. Euro) einnehmen, um zu expandieren und Schulden zu bezahlen. Zu dem Komplex in einem Vorort von Melbourne gehören 18 Zimmer, die unter verschiedenen Namen betrieben werden, wie zum Beispiel Venus oder Xanadu. Im vergangenen Monat legte das Bordell einen Emissionsprospekt mit Unternehmensdaten und erotischen Fotografien bei der australischen Börsenaufsicht vor, die den Verkauf noch nicht abgezeichnet hat.

Das "Daily Planet" sagte im Geschäftsjahr 2003 einen Netto-Gewinn von 222 000 australischen Dollar voraus. 2004 solle sich der Betrag verdreifachen. Das Unternehmen will den Angaben zufolge 17,8 Millionen Aktien zum Stückpreis von 50 Cents verkaufen. Damit wäre das Bordell ein kleiner Fisch an der Börse in Melbourne.

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