Daimler-Chrysler belastet
Deutsche Aktien knapp behauptet

Der Dax notierte am Mittag unter seinem Vortagesschluss. Gewinner und Verlierer hielten sich weitgehend die Waage.

Reuters FRANKFURT. Die deutschen Aktienwerte haben sich am Montag in einem richtungslosen Handel knapp behauptet präsentiert. Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte am Mittag mit 6740,60 Punkten 0,17 % unter seinem Vortagesschluss. Gewinner und Verlierer hielten sich weitgehend die Waage. Aufgrund fehlender klarer Trendvorgaben dürften sich die Kurse im Tagesverlauf auf dem derzeitigen Niveau seitwärts bewegen, hieß es. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, wie die Nasdaq eröffne und ob sich der US-Technologieindex über der Marke von 3000 Punkten halten könne, sagte ein Börsianer.

Mit einem Minus von 49,50 Zählern auf 2890,00 Punkte deutet der Nasdaq-Future auf eine deutlich leichtere Eröffnung in New York hin. Das weitere Abwärtspotenzial für den Dax schätzte der Broker allerdings gering ein. Die Marke von 6700 bis 6720 Punkten biete eine gute Unterstützung.

Börsendebüt der Post

Beherrschendes Thema am Markt war am Montag das Börsendebüt der Deutschen Post. Nach einem Ausgabekurs von 21 Euro bewegte sich die "Aktie Gelb" in einer Spanne zwischen 20,93 und 22,10 Euro und tendierte zuletzt bei 21,78 Euro.

Größter Belastungsfaktor für die Stimmung waren erneut Daimler-Chrysler , die ihre Talfahrt der vergangenen Woche fortsetzten und um 4,42 % auf 47,60 Euro nachgaben. Am Vormittag hatte mit Lehman Bros. eine weitere Investmentbank den Automobilkonzern herabgestuft und das Kursziel von 43 auf 39 Euro heruntergesetzt. Händler befürchten angesichts des Durchbruchs der Unterstützungslinie bei 50 Euro weitere Verluste, zumal sich die Negativ-Nachrichten in der jüngsten Vergangenheit gehäuft hätten.

Gerüchte um Lufthansa

Siemens gehörten zur Eröffnung noch zu den Favoriten, bröckelten im Verlauf der Sitzung jedoch immer stärker ab. Nach einem Tageshoch bei 134,70 Euro tendierten die Aktien zuletzt 0,87 % im Minus bei 130,50 Euro. Gewinnmitnahmen verbuchten auch Lufthansa , die um 1,49 % auf 25,05 Euro nachgaben. Die Gerüchte um den Verkauf von SwissAir gingen auch am Montag weiter. Nachdem in der vergangenen Woche noch die deutsche Fluggesellschaft als möglicher Interessent gehandelt wurde, nannten neueste Presseberichte American Airlines als möglichen Käufer.

Auf der Gewinnerseite standen Infineon , die nach den jüngsten Verlusten von technischen Reaktionen profitierten und 1,79 % auf 45,00 Euro zulegten. SAP festigten sich im Fahrwasser der guten Stimmung in der Branche um 1,28 % auf 197,00 Euro. Stark gefragt waren mit einem Plus von 2,58 % auf 16,68 Euro auch Thyssen-Krupp . Händlern zufolge spiele der mögliche Abschluss eines Vertrages zum Bau einer ersten Strecke für die Magnetschwebebahn Transrapid eine Rolle. Allerdings sei die Transrapid-Euphorie in den vergangenen Jahren regelmäßig wiedergekehrt aber stets von kurzer Dauer gewesen, hieß es.

MDax im Minus

Der MDax für die mittelgroßen Werte tendierte gegen Mittag 0,27 % im Minus bei 4877,70 Punkten. Am Neuen Markt lag der Nemax-All-Share-Index unverändert bei 3482,11 Zählern und der Nemax-50 ebenfalls auf Vortagesschlussniveau bei 3678,65 Punkten.



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