Daimler-Chrysler im Blick
Dax nach Intel-Umsatzwarnung leichter erwartet

Mit Spannung warten Händler auf die Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Reuters FRANKFURT. Eine erneute Umsatzwarnung des US-Chipherstellers Intel sowie eine schwache Nasdaq-Vorgabe dürften nach Einschätzung von Händlern die deutschen Standardwerte am Freitag leichter in die Sitzung starten lassen. "Ich habe aber das Gefühl, dass wir die Intel-Sache schnell wegstecken werden, man darf da nicht so viel hineininterpretieren. Die Warnungen der Unternehmen zum ersten Quartal sind so gut wie abgehandelt", sagte ein Händler. Der Markt habe eine Chance, schnell ins Plus zu drehen. "Heute kommen die US-Arbeitsmarktdaten, vielleicht bewirken die das eine oder das andere", sagte der Händler weiter. Ab kommender Woche spielten dann Zinssenkungsfantasien wieder eine größere Rolle.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.20 Uhr mit 6246 Punkten, nach einem Schluss von 6267 Zählern am Donnerstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6257 Punkten.

Im Dax könnten die Titel von Daimler-Chrysler das Interesse der Anleger auf sich ziehen, nachdem am Donnerstag aus Industriekreisen bekannt wurde, dass sich der schwedische Nutzfahrzeug-Konzern Volvo aus einer geplanten Kooperation bei der Daimler-Chrysler-Tochter Mitsubishi zurückziehen werde. Nach der Umsatzwarnung von Intel könnte das Augenmerk der Investoren auch auf den Titeln des Halbleiterherstellers Infineon sowie auf anderen Technologieaktien liegen.

Im Blick der Anleger könnten auch die Papiere der Deutschen Telekom stehen. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) zufolge befindet sich die Gesellschaft in Gesprächen mit einer britischen Immobiliengesellschaft über die Übernahme von Teilen ihrer DeTe Immobilien-Tochter. Die Zeitung berichtete außerdem, die Deutsche Lufthansa plane rund ein Drittel der spanischen Fluglinie Spanair zu übernehmen.

Die weltgrößte Chiphersteller Intel hat für das erste Quartal 2001 einen stärkeren Umsatzrückgang als zuvor erwartet sowie die Streichung von 5000 Stellen angekündigt. Intel teilte am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit, sie erwarte im ersten Quartal einen um 25 % niedrigeren Umsatz als im Vorquartal. Zuvor hatte das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 15 % prognostiziert.

Die Vorgaben für den deutschen Aktienmarkt waren uneinheitlich. Der Dow-Jones-Industrial-Index schloss 128,45 Punkte oder 1,20 % fester bei 10 858,05 Zählern. Der Nasdaq-Index lag mit 2168,28 Zählern um 55,64 Punkte oder 2,50 % unter dem Vortagesschluss.



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