Daimler-Chrysler mit hohen Einbußen
Dax zeigt erneut Verluste

Der Dax hat am Freitag erneut Verluste gezeigt. Der Index büßte bis 17.30 Uhr bei mäßigen Umsätzen um 1,7 % auf 6.724,07 Punkte ein. Das war gleichzeitig das Tagestief. Das Hoch markierten 6.839,92 Punkte. Der Kurs des Euro gab am Freitag wieder nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte den Referenzkurs am Mittag in Frankfurt am Main bei 0,8535 $ fest. Das waren 0,0034 $ weniger als am Vortag. Damit verteuerte sich die amerikanische Währung gegenüber der D-Mark von 2,2824 auf 2,2915 Mark.

Frankfurt/Main (ADX). In einem insgesamt verhaltenen Handelsumfeld ragten vor allem die starken Verkäufe bei Daimler-Chrysler heraus, hieß es an der Börse. Die "nun endlich" offiziell verkündete Entlassung des Chrysler-Chefs Jim Holden habe zwar einerseits für Erleichterung am Markt gesorgt, andererseits setzten nun die Spekulationen über die tatsächliche Situation bei Chrysler und die möglichen Folgen für die langfristige Konzernstrategie ein. Von Daimler-Chrysler abgesehen seien viele Kursbewegungen bei dünnem Handelsvolumen vor allem "zufallsbedingt" zu werten.

Infineon verloren 1,80 auf 44,27 Euro (-3,91 %). Daimler-Chrysler gaben 1,75 auf 50,00 Euro nach (-3,38 %) und Deutsche Telekom 1,34 auf 38,91 Euro (-3,33 %). Auf der Gewinnerseite standen hingegen Lufthansa mit einem Kursplus von 0,78 auf 25,75 Euro (+3,12 %). Epcos verteuerten sich um 2,66 auf 92,40 Euro (+2,96 %) und Linde um 1,16 auf 52,00 Euro (+2,28 %).

Der Neue Markt der Frankfurter Wertpapierbörse setzte seine Talfahrt zum Wochenende fort. Der NEMAX-50-Index verlor bis 17.45 Uhr rund 3,8 % auf 142,91 Zähler. Das Tief markierten 3.623,92 und das Hoch 3.730,84 Punkte. Intertainment verloren nach einer deutlichen Absenkung der Umsatz- und Ertragsprognosen 5,55 auf 15,00 Euro (-27 %). Biodata büßten 38,40 auf 151,60 Euro ein (-20,21 %). pixelpark verbilligten sich um 5,47 auf 37,70 Euro (-12,67 %), obwohl Bertelsmann Gerüchte über einen Verkauf ihrer Internet-Beteiligung dementiert hatte. Fester zeigten sich Highlight mit einem Plus von 0,83 auf 14,00 Euro (+6,30 %). Kinowelt verteuerten sich um 0,90 auf 19,70 Euro (+4,79 %) und D.Logistics um 2,65 auf 59,80 Euro (+4,64 %).

Die Nebenwerte tendierten am Freitagabend leichter. Der SDax gab bis 17.50 Uhr 13,02 auf 3.165,75 Punkte nach. Der MDax verlor 14,27 auf 4.892,72 Zähler. Das Tagestief markierten 4.875,30 und das Hoch 4.906,98 Punkte. Deutz büßten 0,40 auf 3,05 Euro ein (-11,59 %). Gold-Zack verloren 1,29 auf 17,71 Euro (-6,79 %) und Rheinmetall 0,45 auf 7,60 Euro (-5,59 %). Kursgewinne verzeichneten Hugo Boss mit einem Plus von 14,13 auf 339,10 Euro (+4,35 %). Tecis legten 3,00 auf 79,50 Euro zu (+3,92 %) und Heidelzement 1,79 auf 56,79 Euro (+3,25 %).

Kursverluste der Technologiewerte haben den Euro-STOXX 50 am Freitag belastet. Der Index büßte bis 18.00 Uhr 53,17 auf 4.957,48 Punkte ein. Das war gleichzeitig der Tiefstand. Das Hoch markierten 5.024,20 Zähler. Einbußen verzeichneten Alcatel , die 4,75 auf 62,50 Euro (-7,06 %) einbüßten. KPN verbilligten sich um 1,22 auf 17,42 Euro (-6,55 %) und France Telecom um 4,90 auf 108,10 Euro (-4,34 %). Gewinne verbuchten Aegon , die sich um 1,42 auf 48,02 Euro verteuerten (+3,05 %). San Paolo gewannen 0,431 auf 19,93 Euro (+2,21 %) und Aventis 1,65 auf 91,90 Euro (+1,83 %).

Der deutsche Aktienmarkt bleibt nach Einschätzung von Börsenteilnehmern auch in der kommenden Woche von Unsicherheit gekennzeichnet. So zeichnet sich für Analysten der Bankgesellschaft Berlin noch kein rasches Ende der Unsicherheitsphase ab, obwohl das Börsenumfeld alles in allem zufriedenstellend sei. "Die derzeitige Stimmung ist zweifelsohne schlecht, schlechter als die tatsächliche Lage".

Für die GZ-Bank, Stuttgart, sind die Kurskapriolen vor allem im Bereich der High-Tech-Aktien Ausdruck der Unsicherheit, die eine Vielzahl der Marktteilnehmer beherrscht. "Einerseits wartet man auf sich ergebende Möglichkeiten um ausgewählte Aktien zu kaufen, andererseits ist man aufgrund des Umfelds anscheinend nicht bereit, sich länger zu engagieren." Dies führe dazu, dass Negativmeldungen sofort wieder zum Verkauf genutzt werden. Fundamental fehlt es den Analysten der GZ-Bank nach wie vor an positiven Signalen. Ein Grund für übertriebene Euphorie oder Hoffnung zum Jahresende sei daher nicht gegeben.

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