Daimler-Chrysler nicht interessiert
General Motors will Daewoo komplett übernehmen

Nachdem Daimler-Chrysler offenbar doch kein Interesse an dem koreanische Hersteller hat, meldet sich nun GM. Ein Absichtserklärung für eine Übernahme liegt laut koreanischen Presseberichten vor. GM bezeichnet die Berichte als "spekulativ".

Reuters SEOUL. General Motors hat die Übernahme des angeschlagenen südkoreanischen Automobilproduzenten Daewoo Motor angeboten. GM habe eine Absichtserklärung zum Kauf von Daewoo Motor samt aller Tochterunternehmen an den Leiter des Ausschusses für die Restrukturierung des Unternehmens gesandt, berichtete am Sonntag die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Finanzaufsicht. Der amerikanische Automobilkonzern und die Daewoo-Gläubiger hätten Gespräche über den Verkauf vereinbart.



General Motors

hat Berichte über ein Kaufangebot als spekulativ bezeichnet. "Wir haben im Moment überhaupt nichts mitzuteilen", sagte ein GM-Sprecher

Der zweitgrößte koreanische Hersteller wird durch Verbindlichkeiten von mehr als 30 Mrd. DM belastet. Vor einigen Monaten hatten der US-Konzern Ford sowie die beiden Konsortien General Motors/Fiat und DaimlerChrysler mit seinem koreanischen Partner Hyundai unverbindliche Gebote für Daewoo abgegeben. Ford war zunächst als bevorrechtigter Bieter ausgewählt worden, zog sein ursprüngliches Angebot von 6,9 Mrd. $ Mitte September aber wieder zurück. Wegen der gescheiterten Vereinbarung mit Ford hat Oh Hogen, Daewoo-Manager und Leiter des Gläubigerausschusses, nach Unternehmensangaben am Sonntag seinen Rücktritt angeboten.

"Ich erwarte nicht, dass sich GM von diesen Verhandlungen zurückzieht, weil das Unternehmen in Asien expandieren will", zitierte die Agentur Lee Keun-young, den Leiter der Finanzaufsicht. Auf Anfrage von Reuters sagte eine Sprecherin der Behörde, Lee habe nur berichtet, es gebe Verhandlungen mit GM. Einen möglichen Abschluss würde der Hauptgläubiger von Daewoo, die Koreanische Entwicklungsbank bekannt geben.

Vertreter der südkoreanischen Regierung hatten in der vergangenen Woche den Verkauf von Daewoo Motor bis Ende Oktober gefordert. Wegen der Probleme, einen Käufer zu finden, hatten die Gläubiger den Verkauf des verschuldeten Autokonzerns in Teilen in Betracht gezogen.Ein Analyst von Credit Suisse First Boston sagte dazu, für Daewoo Motor und alle Tochterunternehmen könnte allenfalls ein Erlös von 2,7 Mrd. $ erzielt werden.

Daimler-Chrysler hatte inzwischen mehrfach bekräftigt, weder das Unternehmen selbst noch sein künftiger Partner Hyundai habe Interesse an einem Kauf von Daewoo.

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