Daimler-Chrysler Schlusslicht im Dax
Dax durch US-Eröffnung weiter beflügelt

Ein freundlicher Auftakt der US-Börsen hat die freundliche Stimmung auf dem Frankfurter Parkett bestärkt. Der Deutsche Aktienindex Dax kletterte am Freitag um 3,15 Prozent auf 4.316,35 Punkte und weitete damit seine Gewinne aus.

rtr/dpa-afx FRANKFURT. Am Neuen Markt stieg der Nemax 50 um 4,37 Prozent auf 784,72 Zähler. Der MDax, in dem die 70 mittelgroßen Werte notiert sind, gewann 1,79 Prozent auf 3.941,15 Punkte.

In New York hatte der Weltleitindex Dow Jones den Handel fest begonnen. In der ersten Stunde stieg er um 0,43 Prozent auf 8.718,84 Zähler. Auch die US-Computerbörse Nasdaq verbesserte sich um 0,71 Prozent auf 1.471,08 Zähler.

Infineon verteidigten ihre Spitzenposition im Dax. Die Papiere der Siemens -Tochter gewannen um 9,53 Prozent auf 13,45 Euro. Dagegen waren Daimler-Chrysler mit einem Verlust von 2,42 Prozent auf 30,25 Euro das Schlusslicht unter den Standardwerten. Die Analysten der Deutschen Bank hatten sich zurückhaltend zu dem Papier geäußert. In einer Studie wiesen sie auf die ihrer Ansicht nach weiterhin bestehenden fundamentalen Risiken des Konzerns hin.

Besonderen Einfluss auf die Aktienmärkte werde der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank sowie verschiedene Konjunkturindikatoren haben. Solange die politische Weltlage ruhig bleibe, könne sowohl der Dax wie auch der Neue Markt seine Erholung dieser Woche fortsetzen, hieß es. Geschäftzahlen von großen deutschen Firmen stehen in der nächsten Woche nicht auf der Terminliste. Es sei jedoch weiter mit negativen Analystenkommentaren und Gewinnwarnungen in Folge der Anschläge in den USA zu rechnen, sagten Händler.

Die Analysten der DZ Bank rechnen mit einem sich fortsetzenden technischen Erholungspotenzial des Dax bis zu 4500 Punkten, sofern neue militärische oder politischen Ereignisse diesen Trend nicht konterkarieren. Händler sprachen sogar von steigenden Kursen bis 4700 Punkten im Laufe der nächsten Woche. Am Freitagnachmittag notierte der Index bei 4290 Zählern.

Die Erholung der abgelaufenen Woche erklärten Analysten in erster Linie als eine technische Reaktion der Märkte auf die starken Verluste der beiden Vorwochen. Der Dax hatte nach den Anschlägen in den USA zeitweise rund 26 Prozent an Wert eingebüßt. Seit Freitag vergangener Woche stieg das Börsenbarometer wieder um knapp 18 Prozent. Außerdem habe die Kriegsgefahr in der Empfindung der meisten Marktteilnehmer deutlich nachgelassen, hieß es.

Aus technischer Sicht sei beim Dax das Überspringen der charttechnischen Widerstandslinie von 4285 Punkten positiv zu werten, sagte ein technischer Analyst. Dies könne den Dax bis zur Marke von 5120 Zählern führen. Am Neuen Markt konnte der Auswahlindex Nemax50 den seit Ende August gültigen Abwärtstrend überwinden. Das generiere charttechnische Kaufsignale, hieß es weiter. Der nächste Widerstand läge bei 930 Punkten.

Marktbewegend werde die Ratssitzung der US-Notenbank Fed am kommenden Dienstag. Die Analysten von HSBC erwarten, dass die Fed die Leitzinsen in der nächsten Woche um weitere 50 Basispunkte auf dann 2,50 Prozent senken wird, um ein Abgleiten der US-Wirtschaft in eine lang anhaltende Rezession zu verhindern. Die Aktienmärkte preisen den Angaben zufolge derzeit 50 Basispunkte ein. Eine Zinssenkung von lediglich 25 Basispunkten würde die Stabilisierung der Finanzmärkte bereits gefährden, hieß es in einer HSBC-Studie.

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m Blickpunkt des Interesses dürften außerdem die US-Konjunkturindikatoren zum Persönlichen Einkommen im August (Montag), der NAPM Einkaufmanagerindex für September (Montag) und die Arbeitslosenquote im September (Freitag) stehen. Die Aktien der Deutschen Bank werden ab kommenden Mittwoch erstmals als Global Shares auch an der New Yorker Börse gehandelt. Geschäftszahlen werden indessen weder von Dax- noch Nemax 50-Firmen erwartet.

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