Daimler Chrysler South Africa startet Produktion für Weltmarkt
Daimler Chrysler Umsätze beim LKW-Geschäft stagnieren

Trotzdem wird mit einem Zuwachs beim Gewinn gerechnet. Außerdem strebt man ein größeres Nutzfahrzeug-Joint-Venture in China an.

dpa/afx/ap LONDON. Die Daimler Chrysler AG rechnet für das laufende Jahr im LKW-Geschäft mit stagnierenden Umsätzen. Es würden nur wenig mehr LKW als im Vorjahr verkauft werden, sagte Vorstandsmitlied Dieter Zetsche am Dienstag im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland".

Trotzdem erwartet Zetsche für das laufende Jahr wegen der verbesserten Profitabilität des Unternehmen einen Zuwachs beim operativen Gewinn. Einem Bericht des "Wall Street Journal Europe" zufolge habe vor allem das US-Tochterunternehmen Freightliner, das stark von Flottenverkäufen abhängig sei, negativ auf das Ergebnis durchgeschlagen.

Daimler Chrysler suche nach Partnern in China, um die Anwesenheit des Unternehmens im dortigen LKW-Markt auszudehnen. Die Schwaben hätten mit chinesischen Autobauern Kontakt aufgenommen. Nutzfahrzeug-Vorstand Dieter Zetsche sagte: "Im Off-Highway-Bereich werden wir uns verstärken. Da ist etwas auf dem Weg." Zudem suche der Konzern einen Partner für ein neues Joint Venture in China.

Bei so genannten Off-Highway-Fahrzeugen handelt es sich nach Angaben des Sprechers um Lastwagen, die nicht auf der Straße eingesetzt werden. Als Beispiel wurden Maschinen im Tagebau oder in Steinbrüchen genannt. Die schweren Laster würden von Dieselmotoren angetrieben. Der mögliche Zukauf eines kleinen Komponentenherstellers stehe im Zusammenhang mit Detroit Diesel. Daimler Chrysler hatte erst vor kurzem angekündigt, den US-Antriebsspezialisten vollständig zu übernehmen.



Dominante Rolle in China

In China sucht Zetsche, der auch für das Asien-Geschäft zuständig ist, den Angaben zufolge nach einem Partner für ein größeres Nutzfahrzeug-Joint-Venture: "Wir wollen auch in China eine dominante Rolle spielen", sagte er. Die Nachfrage in China schätzt der Vorstand auf 1,5 Mill. Lastwagen in 2010. Mit dem zusätzlichen Engagement will Zetsche dem Unternehmensziel näher kommen, 25 % des Umsatzes in Asien zu erzielen. Bisher hat der Autobauer dem Bericht zufolge bei den Nutzfahrzeugen nur etwa ein halbes Prozent des asiatischen Marktes - verglichen mit 25 % in Europa, Nord- und Südamerika.

Zugleich teilte Daimler Chrysler mit, dass es in seinen südafrikanischen Werk in East London die Produktion der C-Klasse für die weltweiten Rechtslenkermärkte aufgenommen hat. Es seien rund 200 Mill. Euro (knapp 400 Mill. DM) in das Werk investiert worden. Rund 300 Mitarbeiter seien extra in Deutschland geschult worden. Durch den Ausbau des Standorts seien 800 neue Stellen entstanden. Im kommenden Jahr sollten 40 000 Einheiten vom Band rollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%