Daimler-Chrysler und FMC im Fokus: Dax kaum verändert erwartet

Daimler-Chrysler und FMC im Fokus
Dax kaum verändert erwartet

Am Aschermittwoch werden die deutschen Aktienmärkte nach der Einschätzung von Händlern bei träger Stimmung zunächst kaum verändert in den Handel starten. "Ich sehe hier keinen Marktteilnehmer, der eine klare Meinung zur Zukunft hat", sagte ein Aktienhändler vor Börsenbeginn. Es fehle an positiven Nachrichten, die die Kurse nach oben treiben könnten.

Reuters FRANKFURT. Stattdessen stünden die Sorgen der Anleger beispielsweise um die Bilanzierungspraktiken der großen Konzerne oder die weitere Konjunkturentwicklung auf der Tagesordnung. Im Fokus des Börsengeschehens dürften am Mittwoch DaimlerChrysler und Fresenius Medical Care stehen.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) wird nach der vorbörslichen Berechnung verschiedener Handelshäuser zwischen 4886 und 4890 Punkten in den Handel starten. Am Dienstag hatte der Dax 1,12 % verloren und bei 4884 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex Nemax 50 am Vortag 1,4 % nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge ebenfalls kaum verändert in die Sitzung starten.

Im Mittelpunkt des Dax-Handels könnten die Papiere des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care (FMC) stehen, der nach eigenen Angaben wegen Rechtsstreitigkeiten in den USA im vierten Quartal 2001 Rückstellungen in Höhe von 258 Mill. Dollar gebildet hat. Bereinigt um die Rückstellungen erwarte FMC nunmehr für das Geschäftsjahr 2001 ein Nachsteuerergebnis von 240 bis 245 Mill. Dollar. Im vorbörslichen Handel fielen die Papiere um 0,66 %.

Chrysler, die US-Tochter des Autokonzerns Daimler-Chrysler, wird nach Angaben der Aufsichtsbehörde etwa 585 000 Jeeps und Pickups in die Werkstätte zurück rufen, um die Handbremse zu reparieren, die sich ohne Warnung lösen könne. "Das ist natürlich keine gute Nachricht", sagte ein Händler. "Dafür hat der Konzern aber Rückstellungen gebildet." Der Druck auf der Aktie werde sich in engen Grenzen halten.

Die Lufthansa hat indes einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sie angeblich ab Juli auf den Langstrecken einen Flugbegleiter streichen will. In einer Mitteilung der Lufthansa heißt es, dass im Rahmen des so genannten Konzernprogramms D-Check alle Firmenbereiche einen Beitrag leisteten, um die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit der Fluggesellschaft abzusichern.

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