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Daimler-Chrysler verkauft smart nun auch bei Mercedes-Händlern

Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat mit der Vertriebsoffensive für die defizitäre Kleinwagenmarke smart begonnen. Erste Mercedes-Händler würden smart-Modelle in ihren Showrooms ausstellen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

dpa-afx STUTTGART. Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat mit der Vertriebsoffensive für die defizitäre Kleinwagenmarke smart begonnen. Erste Mercedes-Händler würden smart-Modelle in ihren Showrooms ausstellen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Damit können wir unser Händlernetz schnell mit wenig Kapitaleinsatz ausbauen." Mercedes hat über 1 000 Händler in Deutschland.

Als größtes smart-Manko gilt bislang der schwache Vertrieb. Weltweit gibt es 840 smart-Händler, im Hauptmarkt Deutschland sind es nur 118. Die jetzt eingeleitete Vertriebskooperation mit Mercedes-Benz soll diese Schwäche beheben. Daimler-Chrysler hatte vor gut einem Monat angekündigt, über eine Neuaufstellung von smart nachzudenken. Ein Verkauf oder eine Schließung schloss Konzernchef Jürgen Schrempp aus.

Millionenverluste

Finanzvorstand Manfred Gentz hatte bei der Vorlage der Quartalszahlen Ende Oktober von massiven Problemen bei smart berichtet. Nach Brancheninformationen wird die Marke in diesem Jahr einen Verlust von bis zu 500 Mill. Euro einfahren. Der neue smart-Chef Ulrich Walker hatte eingeräumt, dass die Profitabilität des Unternehmens "ungenügend" sei.

Der smart-Sprecher betonte, ein dezidierter Turnaround-Plan existiere für die Marke nicht und sei auch nicht notwendig. Mit gezielten Aktionen im In- und Ausland würden derzeit Vertrieb und Marketing gestärkt. Im Sommer hatte die Unternehmensberatung Mckinsey die Daimler-Chrysler-Tochter durchleuchtet. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass smart kein Kosten-, sondern ein Absatzproblem habe.

Absatzziel Reduziert

Daimler-Chrysler hat das ursprüngliche Ziel, bereits in diesem Jahr bei smart die Ertragswende zu schaffen, inzwischen auf 2006 verschoben. Das Absatzziel für dieses Jahr wurde von 180 000 auf etwa 160 000 reduziert. Smart beschäftigt am Hauptsitz in Böblingen 1 400 Menschen und im französischen Hambach weitere 800.

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