Daimler-Chrysler will Nutzfahrzeugposition ausbauen
Daimler entscheidet über Einstieg bei Mitsubishi-Lkw

Der Autokonzern Daimler-Chrysler wird wahrscheinlich noch in dieser Woche über einen Einstieg bei der Nutzfahrzeugsparte (Fuso) des japanischen Autobauers Mitsubishi Motors Corp. (MMC) entscheiden.

HB/dpa STUTTGART. An diesem Donnerstag wird der Aufsichtsrat von Daimler-Chrysler in den USA tagen - die Fuso-Frage werde dabei auf der Tagesordnung stehen, war zu erfahren. In der Konzernzentrale gab es dazu keinen Kommentar.

Daimler-Chrysler, weltweiter Marktführer bei Nutzfahrzeugen, hat sich den Ausbau seiner Nutzfahrzeugposition in Asien seit einiger Zeit auf die Fahne geschrieben. Denn auf diesem Wachstumsmarkt ist man noch relativ schwach vertreten. Asien werde in den nächsten Jahren über die Hälfte des weltweiten Nutzfahrzeugmarktes ausmachen, hatte Vorstandsmitglied Eckhard Cordes noch jüngst auf der IAA- Nutzfahrzeuge erklärt. Unter den weltweiten Top-Fünf der Nutzfahrzeughersteller sind allein zwei chinesische Unternehmen. Auch dort wird intensiv über neue Gemeinschaftsunternehmen verhandelt

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Fuso gilt als profitabler Lastwagenbauer, der in Japan etwa 30 % Marktanteil besitzt. Nach der vorgesehenen Ausgliederung bei MMC werde Daimler-Chrysler nach japanischen Medienberichten 40 % von Fuso übernehmen. Über den Preis gibt es in Japan verschiedene Angaben, sie reichen bis zu umgerechnet über 700 Mill. Euro. MMC werde dann ebenfalls 40 % besitzen und andere Aktionäre aus dem Mitsubishi-Konzern 20 % der Aktien halten.

Daimler-Chrysler ist bereits mit 37,3 % an Mitsubishi Motors beteiligt. Durch die Ausgliederung von Fuso reduzieren sich die hohen Schulden von MMC deutlich. Die Abtrennung erlaubt zudem ein schnelleres und selbstständigeres Agieren auf dem Markt und eine bessere Zusammenarbeit mit Daimler-Chrysler auf den Nutzfahrtzeugmärkten in Europa, USA und Asien. Denn die soll deutlich intensiviert werden, um Kosten zu sparen, sagte Cordes.

Der neue Chef von Fuso könnte aus Deutschland kommen. Laut "Spiegel" ist Wilfried Porth vorgesehen, zuletzt verantwortlich für die Personalentwicklung Führungskräfte. Dies folgt der Linie von Konzernchef Jürgen Schrempp, der an die Brennpunkte im Unternehmen gern Leute seines Vertrauens schickt. So ist seit kurzem Rolf Eckrodt neuer Chef bei Mitsubishi Motors, Dieter Zetsche hat die Chrysler Group in den USA saniert und Rainer Schmückle soll den US-Lkw-Bauer Freightliner aus den roten Zahlen bringen.

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