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Daimler-Chrysler zahlt Bombardier knapp 30% des Adtranz-Preises zurück

Der Autokonzern Daimler-Chrysler und der kanadische Verkehrstechnik-Konzern Bombardier haben sich im Streit um den Verkauf des Bahntechnik-Herstellers Adtranz geeinigt. Daimler-Chrysler werde 170 Mill. Euro an Bombardier zurückzahlen, teilte das Unternehmen am Dienstag per Pflichtveröffentlichung mit. Das sind knapp 30 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises. Alle sonstigen Forderungen Bombardiers würden zurückgezogen.

dpa-afx STUTTGART/MONTREAL. Der Autokonzern Daimler-Chrysler und der kanadische Verkehrstechnik-Konzern Bombardier haben sich im Streit um den Verkauf des Bahntechnik-Herstellers Adtranz geeinigt. Daimler-Chrysler werde 170 Mill. Euro an Bombardier zurückzahlen, teilte das Unternehmen am Dienstag per Pflichtveröffentlichung mit. Das sind knapp 30 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises. Alle sonstigen Forderungen Bombardiers würden zurückgezogen.

Aufgrund des Vergleichs könne Daimler-Chrysler einen Ertrag von 130 Mill. Euro realisieren. Das Unternehmen habe auf Grund des jetzt beendeten Schiedsverfahrens den Kaufpreis von 725 Mill. Dollar zwar vollständig eingenommen, 300 Mill. Euro aber noch nicht realisiert.

Bombardier Hatte Rund 960 MIO Euro Gefordert

Hintergrund des Streits ist der Verkauf der Tochtergesellschaft Daimler-Chrysler Rail Systems Gmbh (Adtranz) von Daimler-Chrysler an Bombardier im April 2001. Die Kanadier hatten Daimler-Chrysler vorgeworfen, der Konzern habe versteckte Kosten aus Verträgen mit alten Adtranz-Kunden in den Verkaufsverhandlungen nicht deutlich genug angegeben.

Im Juli 2002 hatte Bombardier ein Schiedsverfahren bei der Internationalen Handelskammer in Paris eingeleitet. Die Forderungen von Bombardier beliefen sich laut Daimler-Chrysler insgesamt auf rund 960 Mill. Euro. Das kanadische Unternehmen bestätigte die Einigung und verwies auf die Vertraulichkeit der Vergleichsvereinbarung.

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