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Daimler-Einigung: 500 Millionen Euro erreicht - Jobgarantie bis 2012

(dpa-AFX) Stuttgart - Im wochenlangen Konflikt um Kosteneinsparungen hat sich der Vorstand des Autokonzerns Daimlerchrysler < DCX.ETR > sind am Freitagmorgen mit dem Betriebsrat und der IG Metall geeinigt. In «wesentlichen Grundzügen» sei ein Kompromiss erreicht worden, sagte ein Gewerkschaftssprecher nach 17-stündigen Gesprächen in Stuttgart. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unmittelbar nach der Einigung aus hochrangigen Verhandlungskreisen erfuhr, wird das vom Vorstand geforderte Sparvolumen von jährlich 500 Millionen Euro ab 2007 erreicht. Im Gegenzug hat der Konzern dem Betriebsrat eine Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2012 zugesichert. Damit konnten sich beide Seiten mit ihren Kernforderungen durchsetzen.

(dpa-AFX) Stuttgart - Im wochenlangen Konflikt um Kosteneinsparungen hat sich der Vorstand des Autokonzerns Daimlerchrysler < DCX.ETR > sind am Freitagmorgen mit dem Betriebsrat und der IG Metall geeinigt. In «wesentlichen Grundzügen» sei ein Kompromiss erreicht worden, sagte ein Gewerkschaftssprecher nach 17-stündigen Gesprächen in Stuttgart. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unmittelbar nach der Einigung aus hochrangigen Verhandlungskreisen erfuhr, wird das vom Vorstand geforderte Sparvolumen von jährlich 500 Millionen Euro ab 2007 erreicht. Im Gegenzug hat der Konzern dem Betriebsrat eine Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2012 zugesichert. Damit konnten sich beide Seiten mit ihren Kernforderungen durchsetzen.

Offiziell werden die Details der Vereinbarung auf einer Pressekonferenz am Freitagmorgen (8.00 Uhr) in der Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen bekannt gegeben. Dort wollen sich Vorstandschef Jürgen Schrempp und Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm unter anderem zu den symbolträchtigen Knackpunkten wie der «Steinkühler-Pause» (fünf Minuten je Arbeitsstunde) und den Spätschichtzuschlägen äußern. Die Beschäftigten sollen in Betriebsversammlungen über das Verhandlungsergebnis informiert werden.

Der Konzernvorstand hatte von 2007 an eine Senkung der Arbeitskosten um jährlich eine halbe Milliarde Euro gefordert. Andernfalls sollte die Produktion der neuen Mercedes-C-Klasse und ihrer Varianten nach Bremen und Südafrika verlagert werden. Dies hätte in Sindelfingen 6000 der über 30 000 Stellen bedroht.

Die Vereinbarung soll nach Informationen aus Verhandlungskreisen auch die Einführung der 40-Stunden-Woche für rund 20 000 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung gegen Mehrbezahlung umfassen. Zudem soll ein Tarifvertrag für Dienstleister unterzeichnet werden, wonach Arbeitnehmer in Kantinen, Druckereien und Werksschutz weniger verdienen würden als Metaller in der Autoproduktion. Einen Eingriff in den Flächentarifvertrag hatten Betriebsrat und IG Metall kategorisch abgelehnt.

Die 160 000 Beschäftigten der Mercedes Car Group (Mercedes-Benz, smart, Maybach) waren gegen die Sparpläne ihres Chefs Jürgen Hubbert in den vergangenen Wochen Sturm gelaufen. Am Donnerstag der vergangenen Woche hatten in allen deutschen Daimlerchrysler-Werken mehr als 60 000 Mitarbeiter vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Die Produktion stand daraufhin für mehrere Stunden still. Der Daimlerchrysler-Vorstand hatte auf Kostensenkungen gepocht, weil ansonsten die Wettbewerbsfähigkeit des Konzern auf dem Spiel gestanden hätte.

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