Daimler weiter im Blick
Deutsche Aktien freundlich erwartet

Die deutschen Aktienmärkte werden sich nach Einschätzung von Händlern zum Wochenausklang weiter deutlich erholen und besonders wegen den späten Kursgewinnen an den US-Börsen fester in die Sitzung starten. "Die Stimmung ist freundlich vor dem Wochenende", sagte ein Händler. "Die Anleger sind wieder in Kauflaune."

Reuters FRANKFURT. Seit dem Wochenbeginn haben die deutschen Standardwerte bereits knapp zehn Prozent an Wert gewonnen. Dennoch schwebe die Unsicherheit angesichts möglicher Militärschläge der USA noch immer über dem Markt, sagte ein anderer Börsianer. Im Mittelpunkt des Handels könnten die Papiere von Daimler-Chrysler und SAP stehen.

Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung des Handelshauses Lang & Schwarz mit 4 260 Punkten in den Handel starten. Die Citibank sieht den Dax vorbörslich bei 4 250 Zählern. Am Donnerstag hatten die deutschen Standardwerte rund 2,18 % gewonnen und bei 4 184 Punkten geschlossen. Auch der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Vortag kaum verändert geschlossen hatte, wird Händlern zufolge zwei bis drei Prozent fester in die Sitzung starten.

Im Blickpunkt des Interesses werden Händlern zufolge die Titel von SAP stehen. Der Softwarekonzern hatte am Morgen bekannt gegeben, den Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 400 Mill. ? zu planen. Der Erwerb der Aktien erfolge in Abhängigkeit vom Markt und werde ohne vorherige Ankündigung erfolgen. Im vorbörslichen Handel auf der elektronischen Handelsplattform Instinet legten SAP-Aktien nach der Mitteilung rund 4,5 % auf 115 ? zu.

Auch die Anteilsscheine von Daimler-Chrysler stehen nach Händlereinschätzung im Fokus. "Ich würde sagen, es ist nicht negativ, dass er (Vorstandsvorsitzender Jürgen Schrempp) bleibt. Es steht sonst niemand in den Startlöchern, den die Leute als Ersatz für ihn sehen wollen. Kontinuität steht da mehr für Stabilität als irgend etwas anderes", sagte ein Händler. Am Donnerstag hatte der Daimler-Chrysler-Aufsichtsrat in Auburn Hills getagt und den Vertrag mit Konzernchef Jürgen Schrempp um fünf Jahre verlängert.

Eine Gewinnwarnung der Pro Sieben Sat.1-Mediengruppe für 2001 wird Händlern zufolge deren Kursentwicklung beeinflussen. Das Unternehmen kündigte am Freitag an, das Ebit und das Ebitda werde jeweils 20 % geringer als im Vorjahr ausfallen. Das Vorsteuerergebnis könne sogar 30 % niedriger liegen.

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