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DaimlerChrysler erwägt weiter Schadenersatzklage gegen MitsubishiDPA-Datum: 2004-06-27 15:40:51

BERLIN/STUTTGART (dpa-AFX) - Der DaimlerChrysler-Konzern < DCX.ETR > erwägt wegen der Vertuschung von Qualitätsmängeln bei dem japanischen Lkw-Hersteller Mitsubishi Fuso weiter eine Schadenersatzklage gegen den japanischen Partner Mitsubishi Corp. < MBC.SQ1 > < MBI.FSE > . "Wir haben eine Vertragslage, die es uns gestattet, Ansprüche an den Fuso-Verkäufer zu stellen", sagte DaimlerChrysler-Vorstand, Eckhard Cordes, dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

BERLIN/STUTTGART (dpa-AFX) - Der DaimlerChrysler-Konzern < DCX.ETR > erwägt wegen der Vertuschung von Qualitätsmängeln bei dem japanischen Lkw-Hersteller Mitsubishi Fuso weiter eine Schadenersatzklage gegen den japanischen Partner Mitsubishi Corp. < MBC.SQ1 > < MBI.FSE > . "Wir haben eine Vertragslage, die es uns gestattet, Ansprüche an den Fuso-Verkäufer zu stellen", sagte DaimlerChrysler-Vorstand, Eckhard Cordes, dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

DaimlerChrysler hält 65 Prozent an Fuso. Cordes zufolge wird es insgesamt 43 Rückrufaktionen bei der japanischen Tochter geben. "Wenn wir wissen, was das alles kostet, werden wir über unsere Forderungen entscheiden", sagte er. Bei Fuso seien in den 90er Jahren "Qualitätsprobleme systematisch vertuscht worden".

BESSERES OPERATIVES ERGEBNIS ERWARTET

Fuso hatte rund 300.000 Lastwagen wegen Defekten zurückrufen müssen. Dabei waren die Mängel über Jahre vertuscht worden. Die jüngste Rückruf-Aktion bezog sich auf 170.000 schwere Lkw aus den Jahren 1983 bis 1996. Sie liegen damit in der Zeit, als Fuso noch Teil von Mitsubishi war und nicht zu DaimlerChrysler gehörte. Deshalb richten sich mögliche Ansprüche auf Schadensersatz auch gegen Mitsubishi.

Trotz der Belastungen in Japan ist DaimlerChrysler überzeugt, dass die Nutzfahrzeugsparte 2004 ihr operatives Ergebnis verbessern wird. Auf die Frage, ob der Gewinn vermutlich über dem Vorjahresniveau von 855 Millionen Euro liegen werde, antwortete Cordes: "Das 'vermutlich' können Sie streichen."

Zur aktuellen Diskussion über die Gefährdung von Arbeitsplätzen bei DaimlerChrysler sagte Cordes, man könne in Deutschland profitabel Lkw bauen. Es gehe aber derzeit "womöglich auf der Pkw-Seite darum, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden".

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