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DaimlerChrysler mit Mercedes-Geländewagen auf Expansionskurs

DaimlerChrysler verdient mit Mercedes-Benz-Autos in den USA viel Geld. Die Personenwagen werden aus Deutschland importiert. Die Mercedes-Geländewagen der M-Klasse werden hingegen fast alle in einem Automobilwerk in der Nähe der Stadt Tuscaloosa im amerikanischen Bundesland Alabama kostengünstig gebaut.

dpa-afx TUSCALOOSA. Die starke Nachfrage hat den deutsch-amerikanischen Autoriesen jetzt dazu veranlasst, die Kapazität des Werkes mit Zusatzinvestition von 600 Mill. US-$ auf 160 000 Fahrzeuge zu verdoppeln.

Der Kapazitätsausbau soll gegen Ende 2003 abgeschlossen sein. Dann sind Nachfolgemodelle für die M-Klasse-Typen fällig. "Cross Over"-Fahrzeuge, das heißt Kreuzungen jeder Art zwischen Geländewagen, Großraumlimousinen, Pkw und Pickups, scheint der neue heiße Trend. General Motors, Ford und DaimlerChrysler sowie fast alle anderen Autokonzerne aus Europa und aus Fernost entwickeln sie zur Zeit. Einige der späteren M-Klasse-Modelle könnten in diese Richtung laufen, glauben US-Autofachleute. Die neue Produktionsstätte soll die nötige Flexibilität für eine ganze Fahrzeugfamilie bieten.

Die existierende Mercedes-Fabrik in Alabama kann nur zwei Schichten fahren und ist mit rund 80 000 Einheiten pro Jahr an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Die Infrastruktur steht bereits durch das existierende Werk. Das Werksgelände von rund 390 Hektar ist so groß, dass problemlos und relativ preiswert expandiert werden kann. Alabama ist außerdem ein sehr kostengünstiger Standort und hilft mit großzügigen Zuschüssen.

Weltweit hat DaimlerChrysler seit der Inbetriebnahme des Werks in Alabama im Jahr 1997 rund 220 000 M-Klasse-Fahrzeuge gebaut. In den USA sind aber allein 1999 insgesamt knapp 3,2 Mill. Geländewagen aller Autokonzerne verkauft worden. Das zeigt, dass die Mercedes-Geländewagen und verwandte Modelle noch enorme Wachstumschancen haben. DaimlerChrysler ist mit seinen Jeep-Fahrzeugen einer der ganz großen Mitspieler im amerikanischen Geländewagenmarkt. Das Unternehmen richtet sich mit seinen Jeeps jedoch in erster Linie an Kunden, die weniger Geld ausgeben wollen als Mercedes-Käufer.

Die Mercedes- und die amerikanischen DaimlerCrysler-Automodelle werden ganz bewusst über separate US-Händlernetze vertrieben. DaimlerChrysler sieht offensichtlich für Mercedes-Geländewagen und verwandte Fahrzeugmodelle noch enorme Wachstumaussichten und ist deshalb auch bereit, in großem Stil in Tuscaloosa weiter zu investieren.

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