DAK weist "Pleite-Bericht" zurück: Ministerium entschuldigt sich beim TK-Chef

DAK weist "Pleite-Bericht" zurück
Ministerium entschuldigt sich beim TK-Chef

Der Streit zwischen dem Gesundheitsministerium und der Techniker Krankenkasse (TK) ist beigelegt. Staatssekretär Klaus Theo Schröder entschuldigte sich den Angaben zufolge in einem Telefonat bei TK-Chef Norbert Klusen für die scharfe Reaktion seines Ministeriums.

HB/dpa BERLIN. Die TK und das Ministerium bestätigten am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland". "Damit ist die Sache für uns erledigt", sagte TK-Sprecherin Dorothee Meusch.

Eine Sprecherin von Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte Klusen am Vortag den Rücktritt nahe gelegt. Klusen hatte wichtige Reformpläne von Schmidt kritisiert und vor einem Beitragsanstieg auf mehr als 15 % gewarnt. Die Sprecherin hatte daraufhin gesagt, Klusen solle "vor seiner eigenen Tür kehren". Falls die TK hohe Schulden habe, dann habe Klusen "schlecht gearbeitet. In Wirtschaftsunternehmen müssen Chefs bei erwiesener Erfolglosigkeit den Hut nehmen. Und daran sollte vielleicht auch Herr Klusen einmal denken."

Derweil wies die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) einen Bericht der "Bild"-Zeitung (Donnerstag) zurück, sie stehe kurz vor der Pleite. Diese Spekulationen seien absurd, sagte DAK-Vorstandschef Hansjoachim Fruschki. Die DAK sei eine der wenigen Kassen, "deren Einnahmen zur Zeit höher sind als die Ausgaben". Damit sei sie in der Lage, das Defizit des Vorjahres von 423 Mill. ? abzubauen. Die "Bild"-Zeitung hatte gemeldet, der DAK fehlten "rund 600 Mill. ?", um einen ausgeglichenen Haushalt ausweisen zu können. Fruschki erklärte dagegen: "Die DAK war und ist nicht auf Bankkredite angewiesen, um ihre Ausgaben zu finanzieren."

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