Damit der Einstieg in Aktien nicht zum Flop wird
Die goldenen Börsenregeln

Die derzeitige Hausse an den Börsen verlockt viele Privatanleger wieder zum Einstieg in das Aktiengeschäft. Wer diesen Schritt zum ersten Mal wagt oder wenig Erfahrung hat, sollte dabei einige Börsenregeln beachten.

ddp-vwd BERLIN. Regel Nummer 1 lautet: Kaufen Sie nie Aktien auf Pump. Selbst beste Kurschancen rechtfertigen es nicht, Aktien mit einem Kredit zu finanzieren. Oft bleibt nichts davon übrig als rote Zahlen auf dem Konto. Denn wenn die Kurse fallen, muss der Anleger unter Umständen auf Druck der Bank das Depot auflösen und die Aktien mit Verlust verkaufen. So mancher hat auf diese Weise schon Haus und Hof verloren.

Auch sollte der Anleger nicht alles auf eine Karte setzen. Denn überraschende Firmenpleiten wie jüngst die der renommierten Fluggesellschaft Swissair sind nie völlig auszuschließen - genauso wenig wie Kurseinbrüche in einzelnen Branchen. Deshalb muss das Kapital für die Aktienanlage auf jeden Fall in Unternehmen aus verschiedenen Branchen investiert werden, die wenig oder nichts miteinander zu tun haben. Auf diese Weise erhöhen sich die Ertragschancen, während das Risiko des Depots gleichzeitig verringert wird. Verzetteln sollte man sich dabei jedoch auch nicht. Untersuchungen haben ergeben, dass bereits ein Depot mit fünf bis zehn verschiedenen Werten die erforderliche Risikostreuung erreicht.

Ebenfalls wichtig ist, dass Anleger nicht alles Bare an der Börse einsetzen. Nur Geld, das man für mindestens drei Jahre nicht benötigt, sollte in Aktien angelegt werden. Denn wenn an der Börse die Aktienkurse fallen, sollte man die Zeit haben, diese Baisse auszusitzen und die Papiere erst dann zu verkaufen, wenn sie wieder auf der Gewinnerseite stehen. Sehr konservative Börsenratgeber empfehlen Anlegern, in jungen Jahren verstärkt in Aktien zu investieren und bei zunehmendem Alter den Schwerpunkt auf renditesichere Anleihen zu verlagern. Auf diese Weise ist die Kapitalanlage zum Zeitpunkt des Verkaufs weniger den Kursschwankungen ausgesetzt.

Viele Anleger glauben an die selbst ernannten Börsengurus und folgen blind deren Anlagetipps. Das ist sehr gefährlich, denn sehr oft führen diese Tipps zum Verlust. Zwar ist es anstrengender, sich eigene Gedanken zu machen und eine Strategie zu entwickeln, aber das Ergebnis ist dafür sicherlich befriedigender.

Eine weitere wichtige Regel lautet: Ruhe bewahren! Nach einem Börsencrash wie zuletzt in Folge der Terroranschläge in den USA am 11. September geraten viele Anleger in Panik und verkaufen ihre Aktien schnell. Doch nach der Logik der Finanzmärkte erholt sich fast jede Anlage irgendwann wieder. Dies bestätigen auch die Börsenindizes, die sich vom 11. September längst wieder erholt haben. Bei der Anlage in einzelne Wertpapiere ist es allerdings weitaus schwieriger, die Erfolgsstory zu belegen. Dennoch kann man im Prinzip festhalten: langer Anlagezeitraum, sinkendes Risiko. Dies ist jedoch kein Plädoyer für blindes Festhalten an falschen Anlageentscheidungen. Anleger sollten auch mal Verluste realisieren, wenn die Politik des betreffenden Unternehmens nicht mehr stimmt oder der Aktienkurs die persönliche Schmerzgrenze unterschritten hat.

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