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Damler-Chrysler-Partner Mitsubishi besser als erwartet

Die japanische Mitsubishi Motors hat nach eigenen Angaben die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2001/02 besser abgeschlossen als erwartet.

Reuters TOKIO. "Im November werden wir unsere Halbjahreszahlen haben - und die sind besser als erwartet", sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Chief Operating Officer Rolf Eckrodt am Dienstag am Rand einer Automobilkonferenz in Tokio. Das Geschäftsjahr von Mitsubishi läuft bis Ende März. Eckrodt betonte zudem, Mitsubishi liege trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Anschläge vom 11. September im Plan mit dem Ziel, im laufenden Geschäftsjahr die Gewinnschwelle zu erreichen.

Im Mai hatte Mitsubishi für das gesamte Jahr 2001/02 angekündigt, beim Nettogewinn die Gewinnschwelle zu erreichen. Für den operativen Gewinn hatte sich Mitsubishi einen Gewinn von etwa 20 Mrd. Yen (rund 184 Mill. Euro) zum Ziel gesetzt. Im Vorjahr hatte das japanische Unternehmen einen Nettoverlust von 278 Mrd. Yen ausgewiesen.

Auf der Konferenz sagte Eckrodt, Mitsubishi arbeite unverändert an den Maßnahmen, um die Ertragsziele zu erreichen. Mit Blick auf seine Berufung in die Mitsubishi-Führung Anfang des Jahres ergänzte er: "Man könnte sagen, neun Monate und noch kein Baby. Aber wir arbeiten daran." Die Stuttgarter Daimler-Chrysler AG ist mit 37 Prozent an Mitsubishi beteiligt und hatte ihren Spitzenmanager Eckrodt für die Sanierung des japanischen Unternehmens dorthin entsandt.

Nach den Äußerungen Eckrodts schloss die Aktie von Mitsubishi an der Börse in Tokio mit einem Kurszuwachs von 7,56 Prozent auf 242 Yen. Im deutschen Aktienhandel legte auch die Daimler-Chrysler-Aktie bis zum späten Vormittag um rund drei Prozent auf 40 Euro zu. Der Stuttgarter Konzern wollte noch am Dienstag seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2001 vorlegen.

Die "Börsen-Zeitung" berichtete unter Berufung auf Aussagen von Finanzvorstand Manfred Gentz, Daimler-Chrysler halte an seinem Ergebnisziel für 2001 prinzipiell noch fest, doch könne dies wegen der Folgen der Anschläge von New York und Washington nicht fest versprochen werden. Gentz begründete die Aussage demnach damit, dass die Folgen der Anschläge nach wie vor nicht in Gänze abzuschätzen seien.

Daimler-Chrysler hatte bereits im September mitgeteilt, dass die Prognosen für 2001 nach den Anschlägen mit Risiken behaftet seien. Bislang geht der Konzern für dieses Jahr bereinigt um Einmaleffekte von einem operativen Gewinn in der Spanne zwischen 1,2 und 1,7 Milliarden Euro aus.

Daimler-Chrysler führt derzeit ein milliardenschweres Umstrukturierungsprogramm bei seiner US-Tochter Chrysler durch. Auf dem US-Markt hatte die Nachfrage nach den Anschlägen zwischenzeitlich stark nachgelassen, weshalb die großen Chrysler-Konkurrenten besonders günstige Finanzierungsprogramme für Käufer auflegten. Chrysler war später gezwungen, mit einem ähnlichen Programm nachzuziehen. Die Finanzierungsprogramme, die zum Teil zinslos sind, gelten als stark ertragsbelastend.

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