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Daniel L. McFadden im Porträt

dpa HAMBURG. Für Daniel L. McFadden gehören Psychologie und Wirtschaft eng zusammen. Von diesem Ansatz aus entwickelt er Theorien und Methoden, um das Verhalten von Einzelnen und Haushalten zu erklären. Mit den Ergebnissen seiner Studien lässt sich beispielsweise ermitteln, wie Transportsysteme auf veränderte Preise reagieren. Auf McFaddens Erkenntnisse haben etwa die Behörden in Kalifornien zurückgegriffen, um Staus auf den Straßen zu vermeiden.

Heute arbeitet der Wissenschaftler an verfeinerten Techniken, die die Anwendung seiner Verhaltenstheorie auf eine Vielzahl von Entscheidungen erleichtern sollen - vom Marketing über Wahlen bis zu persönlichen Schritten wie eine Heirat. "Ich versuche, psychologische und wirtschaftliche Theorien zusammenzubringen".

Der Vater von drei erwachsenen Kindern begann seine Laufbahn an der Universität von Minnesota mit Arbeiten auf dem Gebiet der Verhaltensforschung und lehrt seit 1963 an der Universität von Kalifornien in Berkeley.

"Ich habe ein leidenschaftliches Verlangen, Dinge herauszufinden", sagte McFadden in einem Interview. Anders als Naturwissenschaftler könne er keine Laborexperimente durchführen. Vielmehr "sind allgemeinen Phänomene meine Untersuchungsobjekte". Daher untersucht der in Raleigh (North Carolina) geborene Forscher beispielsweise die Gründe, warum Reiche gesünder sind als Arme.

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