Dank neuer Fahrzeugmodelle
Lichtblicke auf dem US-Automarkt

Die Kfz-Verkäufe in den USA haben sich im März 2002 im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig entwickelt. Allerdings bezeichnen Analysten die Absatzzahlen als immer noch stark, dank neuer Fahrzeugmodelle und den anhaltend guten Konsumausgaben. Der Gesamtumsatz der Hersteller habe aber unter den rückläufigen Bestellungen von Fuhrpark-Unternehmen, besonders von Vermietungsgesellschaften gelitten. Die saisonbereinigte jährliche Absatzrate verringte sich im März binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent auf 16,44 Mio Fahrzeuge.

HB/vwd DÜSSELDORF. Der Wolfsburger VW-Konzern konnte seinen Absatzrückgang vom Februar im März wieder wettmachen. Volkswagen hat nach eigenen Angaben in den zurückliegenden vier Wochen 31 500 Autos auf dem US-Markt verkauft, was einer Steigerung von drei Prozent entspricht. VW bleibt damit der wichtigste deutsche Anbieter in den USA. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat der Konzern genauso viele Autos abgesetzt wie im Vorjahr.

Die Mercedes-Benz USA hat dagegen den Absatz im März 2002 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent gesteigert und damit nach eigenen Angaben das beste März-Ergebnis sowie das zweitbeste Monatsergebnis überhaupt erzielt. Besonders die gestiegenen Absätze bei C-Klasse und SL seien für das Ergebnis verantwortlich.

Positiv entwickeln sich auch die Geschäfte von Audi. Die Ingolstädter VW-Tochter meldet für März 7 600 verkaufte Autos, ein Plus von 2,4 %. Audi-Sprecherin Jennifer Cortez bezeichnete dieses Ergebnis als den "besten März der Geschichte" für die US-Tochter des Unternehmens.

Unverändert stark ist die Verkaufsentwicklung von BMW. Ohne den seit wenigen Tagen verkauften Mini setzten die amerikanischen BMW-Händler im März knapp 20 000 Autos ab. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Zuwachs von 14 %. In den ersten drei Monaten wurden von der Marke BMW 53 605 Fahrzeuge verkauft (plus 14,6 %). Mit dem neuen Mini kommt der Münchener Konzern im März auf ein Plus von 18,3 % (erstes Quartal: 16,3 %). "Die Zahlen sprechen für sich", kommentierte ein BMW-Sprecher das Ergebnis.

Bei der Ford Motor Co ging der Absatz innerhalb von zwölf Monaten um 11,7 Prozent zurück. Ford begründete dies mit den rückläufigen Bestellungen der Fuhrpark-Unternehmen. Nach Einschätzung von Analysten leidet Ford aber unter der zunehmenden Konkurrenz der ausländischen Hersteller und hat zusätzlich Marktanteile an General Motors verloren. General Motors hat nach eigenen Angaben den Rückgang beim Pkw-Absatz durch einen Anstieg des Lkw-Absatzes teilweise ausgeglichen.

Analysten hatten mit einem Rückgang von drei Prozent gerechnet. Aber obwohl sich der Fahrzeugabsatz in den vergangenen Monaten rückläufig entwickelt habe, seien die Erwartungen übertroffen worden. Manche Beobachter hatten einen Rückgang in den ersten Monaten des Jahres auf 15 Mio Fahrzeuge prognostiziert, erklärte ein Analyst. Unterschiede zeigten die Absatzzahlen bei den jeweiligen Herstellern. Während General Motors Co rund 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr abgesetzt hat, ist bei der Chrysler Group der Absatz um vier Prozent gefallen.

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