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Darauf sollten Sie achten

Leistungsbilanz: Verlangen Sie vom Fondsanbieter eine Leistungsbilanz, die mindestens einen Soll-Ist-Vergleich der folgenden Positionen erlaubt: Datum der Inbetriebnahme, Verfügbarkeit der Anlage, Windertrag, Einnahmen aus der Einspeisevergütung, Wartungs-, Instandhaltungs- und Reparaturkosten, Betriebskosten insgesamt, Tilgung, Ausschüttung, Liquiditätsentwicklung.

Windgutachten: Bitten Sie den Gutachter um Referenzen. Vom prognostizierten Wind-Bruttojahresertrag sollte ein Parkabschlag - die Rotoren nehmen sich in der Gruppe gegenseitig Windkraft ab - in der Höhe von 5 bis 15 Prozent abgezogen werden. Das Ergebnis daraus sollte um 2 bis 3 Prozent für wartungsbedingte Stillstände gemindert und davon am Ende ein Sicherheitsabschlag von mindestens 10 Prozent vorgenommen werden.

Wartung, Instandhaltung und Reparaturen: Je höher die Beträge, desto geringer ist das Risiko unliebsamer Überraschungen. Bleibt ein Anbieter hinter der Empfehlung des Bundesverbandes Windenergie (BWE) von rund 15 Prozent je Kilowattstunde (kWh) Nettoertrag beziehungsweise rund 460 Euro je Kilowatt Nennleistung auf 20 Jahre Laufzeit zurück, dann lassen Sie sich ausrechnen, wie hoch die Ausschüttung des Fonds wäre, wenn diese Empfehlung eingehalten würde.

Inbetriebnahme: Seien Sie vorsichtig, wenn eine Inbetriebnahme kurz vor Jahresende vorgesehen ist. Denn die Einspeisevergütung sinkt jedes Jahr um 1,5 Prozent, wird also im nächsten Jahr nur noch 8,8 Cent je kWh betragen. Speisen Ihre Windmühlen nicht pünktlich Strom ein, verlieren sie Geld. Wie groß die Gefahr ist, zeigt eine Erhebung der Analysefirma FondsMedia: Von 64 überprüften Fonds ging rund die Hälfte nicht pünktlich ans Netz.

Garantien: Vertrauen Sie nicht blind auf Garantien. Jede Garantie kostet Geld und ist wertlos, wenn der Garantiegeber insolvent wird. Während sich die Kosten der Platzierungsgarantie aus der Investitionsrechnung ablesen lassen, sind die Garantieleistungen von Herstellern eher im Anlagenpreis versteckt. Ertragsgarantien, wie sie zum Beispiel der Generalübernehmer des Wansleben-Fonds und dessen Emittent, Das Grüne Emissionshaus, abgeben, mindern das Risiko. Sie sind aber keine Vollkaskoversicherung gegen Ertragsausfall, denn in den Garantiebedingungen lauern Einschränkungen. rrl

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