Darum geht es
Betriebsrenten schwer belastet

Es war politisch ein günstiger Zufall: In der entscheidenden Phase der deutschen Rentenreform-Debatte befanden sich die Börsen auf Höhenflug. Ohne greifbare Aussicht auf hohe Renditen wäre eine Öffnung des Rentensystems für mehr kapitalgedeckte Altersvorsorge wohl gar nicht durchsetzbar gewesen.

dc DÜSSELDORF. Inzwischen stellt sich die Frage aber neu: Wie viel heilsame Kraft gegen die demographische Krise hält der Kapitalmarkt tatsächlich bereit? Die gesetzliche Rentenversicherung steuert auf einen Kollaps zu, weil sie die Ansprüche einer wachsenden Zahl von Rentnern unmittelbar über die Einkommen einer eher sinkenden Zahl von Erwerbstätigen finanzieren muss. Die kapitalgedeckte Vorsorge kann dagegen zur Finanzierung steigender Alterslasten den Kapitalmarkt nutzbar machen - und damit Möglichkeiten der Gewinnerzielung jenseits nationaler Grenzen.

Doch die akute Börsen-Baisse lastet schwer auf den Betriebsrentensystemen namhafter Unternehmen. In den USA haben mit dem Enron-Bilanzskandal gar Tausende Mitarbeiter ihre auf Aktien des eigenen Unternehmens beruhende Altersversorgung eingebüßt. Die bei der Rentenreform 2001 noch heftig umstrittene Reglementierung der Anlagefreiheiten für Vorsorgegelder in Deutschland erscheint seither in neuem Licht.

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