Darum geht es
Der Unternehmenserfolg an oberster Stelle

Plausibel ist die Shareholder-Value-Idee vor allem in Boom-Zeiten. Was aber taugt die Idee in Zeiten der Wachstumskrise? Was taugt sie heute?

dc DÜSSELDORF. Die angestellten Manager dankten es und ließen sich mit Aktienoptionsplänen in den Status von Quasi-Eignern versetzen. Rappaports Thesen wirkten tief in die deutsche Standortdebatte hinein: Die alte "Deutschland AG" war das Gegenmodell, eine Stakeholder-Kultur. Ihre Basis: Konsens der Sozialpartner, starker Einfluss von Gründerfamilien und Banken - nicht aber der Börsen.

Gesellschaftspolitisch dreht sich der Streit darum, ob ein Zielkonflikt zwischen Gewinnmaximierung und sozialer Verantwortung von Unternehmen besteht. Oder lenkt nicht gerade Wettbewerb auch die "Profitgier" wie von selbst in verantwortungsvolle Bahnen? Praktisch plausibel ist die Shareholder-Value-Idee besonders in Boomzeiten. Schon deshalb stellt sich die Frage danach jetzt in Zeiten der Wachstumskrise neu. Die Eigner der Bertelsmann AG haben sie unlängst negativ beantwortet: Thomas Middelhoff, der den Gütersloher Medienkonzern von der Stakeholder- in die Shareholder-Welt führen wollte, musste den Chefposten räumen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%