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Das ABC der Genetik

afp BERLIN. In ihrem Wettlauf um die vollständige Erfassung und Typisierung der menschlichen Erbanlagen gehen die US-Firma Celera Genomics und die nicht-kommerzielle Forschungsgruppe Human Genome Project (HGP) gleichzeitig ins Ziel und geben am Montag die Fertigstellung der ersten groben Karte des menschlichen Erbgutes bekannt. Zum besseren Verständnis dieses revolutionären Projekts finden Sie hier eine Dokumentation der HGP zu den wichtigsten Begriffen aus der Biotechnik:

Menschliche Zelle:
Jeder Mensch besteht aus der fast unvorstellbaren Anzahl von circa 100 Billionen Zellen. Jede dieser Zellen, mit Ausnahme der roten Blutkörperchen, enthält in Ihrem Zellkern das vollständige menschliche Genom - den vollständigen genetischen Bauplan für den einzelnen Menschen. Diese Information ist in circa drei Milliarden Nukleobasen, den Bausteinen der Erbsubstanz DNA, verschlüsselt.

Zellkern:
Im Innern eines jeden Zellkerns steckt das Erbmaterial, die DNA. Es ist in in 23 Chromosomenpaaren verpackt. Ein Chromosomenpaar besteht aus je zwei Chromosomen, von denen jeweils eines von der Mutter und eines vom Vater stammt.

Chromosom:
Jedes der 46 menschlichen Chromosomen im Zellkern enthält dicht zusammengepackt die Erbsubstanz DNA für Hunderte oder Tausende verschiedener Gene, den Einheiten der Vererbung. Die DNA hat eine Länge von fast zwei Meter.

DNA:
DNA steht für das englische Wort deoxyribonucleic acid, zu deutsch Desoxyribonukleinsäre oder DNS. Die DNA ist die chemische Substanz, die Information über den Bauplan des Lebens speichern und weitergeben kann. Die Information ist durch die Abfolge («Sequenz») von nur vier verschiedenen Bausteinen, den Nukleobasen Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Thymin (T) entlang des fadenförmigen DNA-Moleküls verschlüsselt. Die DNA besteht eigentlich aus zwei einzelnen Molekülen, die sich wie ein Reißverschluß zu einem Doppelstrang zusammenlagern. Die Basen der beiden Einzelstränge bilden dabei sich gegenüberstehende Paare. Dabei kann A immer nur T und C immer nur G gegenüberstehen.

Gen:
Jedes Gen entspricht einem bestimmten Abschnitt des doppelsträngigen DNA-Moleküls. Es enthält die Anleitung zur Herstellung eines spezifischen Moleküls, normalerweise eines Proteins. Diese Anleitung ist durch die unterschiedliche Abfolge der vier Nukleobasen A, G, C und T festgelegt.

Protein:
Die Bausteine der Proteine sind Aminosäuren. Die Proteine bilden nicht nur das Grundgerüst der einzelnen Zellen, sie sind lebenswichtige Komponenten aller Organe und an allen chemischen Abläufen im Körper beteiligt. Aufgrund der in der Erbsubstanz DNA festgeschriebenen Bauanleitung werden die verschiedenen Aminosäuren wie Perlen an einer Kette aneinandergereiht. Die Funktion der Proteine wird durch ihre Form bestimmt. Diese wird ihrerseits durch die Abfolge der Aminosäuren bestimmt.

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