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Das Bankhaus Metzler

Das Frankfurter Bankhaus Metzler ist das älteste noch im Familienbesitz befindliche Geldinstitut Deutschlands.

dpa. Die Ursprünge des Bankhauses gehen auf eine Tuchhandlung zurück, die Benjamin Metzer 1674 in Frankfurt gründete. Die Familie war im Laufe der Jahrhunderte auch politisch aktiv. Unter anderem war einer der Vorfahren Bürgermeister der Stadt Frankfurt.

In Frankfurt gilt das Bankhaus als Mäzen für Kunst und Wissenschaft, unter anderem finanziert es eine Gastprofessur in Wirtschaftswissenschaften. Über das Privatleben der Familie ist so gut wie nichts bekannt.

Im Gegensatz zu den großen Geschäftsbanken verzichtet die 1674 gegründete Privatbank fast ganz auf das Kreditgeschäft. Stattdessen unterstützt sie in- und ausländische Unternehmen bei Börsengängen oder bei Übernahmen und Fusionen (Investmentbanking). Dabei zählen die Frankfurter zu den 15 größten Beratern dieser Art in Deutschland.

Das zweite Standbein von B. Metzler seel. Sohn & Co. ist die Vermögensberatung und-verwaltung für reiche Privatkunden und Institutionen. Für Banken, Versicherer und andere Finanzdienstleister kümmert sich das Frankfurter Traditionshaus um Aktiengeschäfte. Schließlich ist es im Geld- und Devisenhandel sowie in der Währungs- und Finanzierungsberatung tätig. Insgesamt 650 Mitarbeiter erledigen diese Aufgaben. Neben Frankfurt arbeiten sie an den Standorten in München, Stuttgart, New York, Los Angeles, Seattle, Tokio und Dublin. Auch Metzler leidet unter der Bankenkrise. 2001 ging der Vorsteuergewinn von 8,9 auf 2,6 Mill. ? zurück.

In der Sparte Investmentbanking betreute das Institut im April 2002 den Verkauf des angeschlagenen Online-Wertpapierhändlers Consors an die französische Großbank BNP Paribas. Auch beriet das Haus Degussa beim Verkauf der Hanauer Tochter dmc² an den US OM Group. -Konkurrenten Derzeit wird nach einem Käufer für die Bundesdruckerei gesucht, die zur Berliner Authentos-Gruppe gehört.

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