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Das dicke Ende

Mittlerweile ist Startups wie Wagniskapitalgebern klar. Die Hochzeit von Internet und Wagniskapital ist vorbei. Doch zugleich verweisen alle Beteiligten darauf, dass es weiterhin gute Ideen, gute Unternehmensgründer und gute Geldgeber gibt. Sie scheinen zu vergessen, dass ganz andere darüber entscheiden werden, wie es in der Branche weitergeht.

Gebetsmühlenartig verkünden die Geldgeber, sie kämen noch eine ganze Weile mit dem eingesammelten Geld von Dachfonds, Pensionskassen und Versicherungen aus.

Sie entlassen fröhlich Investment-Manager, ziehen sich nun komplett aus einigen Märkten oder der Finanzierung ganz junger Firmen zurück, schreiben mit ihren Beteiligungen das gesamte Internet einfach ab. Und fühlen sich erleichtert.

Doch damit haben sie sich nicht des Problems entledigt. Der Imageschaden ist viel höher und wird bleiben, auch wenn die Startups mit ihren Gründern in der Versenkung verschwinden und somit als Kritiker ausfallen.

Nein, die Wagniskapitalgeber werden den Gegenwind von ganz anderer Seite spüren, nämlich dann, wenn sie ihren Investoren erklären müssen, dass sie schlecht gewirtschaftet haben mit fremderleuts Geld.

Pensionskassen, Dachfonds und Versicherungen werden sich künftig etwas genauer anschauen, wem sie ihr Geld anvertrauen, obschon sie kaum wissen, wohin mit dem vielen Geld. Sie werden entscheiden, wer weitermachen darf und wer nicht. An diesem Ende sitzt das dicke Geld - und das Ende so manchen Wagniskapitalgebers.

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