Das falsche Papier im falschen Moment
Kommentar: Vorsicht, Schweinezyklus!

Wer jetzt auf "Value"-Aktien setzt, kommt womöglich zu spät.

tmo. Zwar schneiden Substanz-Titel seit anderthalb Jahren besser ab als ihre ewigen Rivalen, die "Growth"-Aktien aus den vermeintlich heißen Wachstumsbranchen. Wenn sich aber die Konjunktur erholt, dürften die Wachstumswerte in der Gunst der Anleger erneut vorne liegen - wie bereits in der Hightech-Hausse. Investoren, die nur die kurzfristige Wertentwicklung im Blick haben, kaufen möglicherweise das falsche Papier genau im falschen Moment. Ökonomen greifen da gerne auf das Bild des Schweinezyklus zurück.

Der Begriff stammt aus der früheren Landwirtschaft: Stiegen einst in einem Jahr die Fleischpreise, züchteten alle Bauern mehr Schweine. Deren Fleisch kam aber erst ein Jahr später auf den Markt - und führte dann prompt zu Überangebot und Preissturz. Was Bauern und Börsianer verbindet: Beide können kaum absehen, auf welchem Niveau die Preise (bzw. Aktienkurse) im nächsten Jahr stehen. Deshalb bleibt nur der langweilige, aber bewährte Rat: Wer nicht fest von einer bestimmten Strategie überzeugt ist, fährt am besten mit einer konstanten, ausgewogenen Mischung unterschiedlicher Werte.

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