Das Geld wird nicht im Schlaf verdient
Zweifel am Erfolg der "Overnight Order" im Devisenhandel

Das Geld wird nicht im Schlaf verdient.

ap CHEMNITZ. Die vor allem bei Unternehmen im Rahmen ihres Devisenmanagements immer beliebteren Overnight Orders werden von Wissenschaftlern eher skeptisch betrachtet. Nach Einschätzung von Forschern der Universität Chemnitz ist mit einer Overnight Order zwar nichts verloren aber auch nichts gewonnen. "Sie nützt nichts, schadet aber auch nichts, wenn man von den üppigen Margen der Banken einmal absieht", meint der Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Thießen.

Unter Overnight Orders wird ein limitierter und befristeter Kauf- und Verkaufsauftrag für Devisen verstanden. Will der Kunde etwa Dollar kaufen, dann gibt er abends eine Overnight Order mit einem sehr niedrigen Limit bei seiner Bank auf. Vorausgesetzt wird, dass der Kurs über Nacht einen kräftigen Ausschlag nach unten macht. Kommt es dazu, dann führt die Bank die Order aus. Ist der Dollar am nächsten Morgen schon wieder `fester", hat man billig eingekauft, ohne selbst die ganze Nacht wach gewesen zu sein.

Die Wissenschaftler kamen im Rahmen eines Forschungsprojektes allerdings zu dem Ergebnis, dass es egal sei, zu welchem Kurs ein Kaufauftrag ausgeführt werde. Die zukünftigen Kurse schwankten symmetrisch um diesen Kurs, und mit gleicher Wahrscheinlichkeit stelle sich der zukünftige Kauf als günstig und ungünstig heraus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%