„Das gibt Motivation“: Trotz Grippe: Ertl glänzt beim Weltcup-Finale

„Das gibt Motivation“
Trotz Grippe: Ertl glänzt beim Weltcup-Finale

Martina Ertl hat trotz einer Grippe erst beim Saison-Kehraus des alpinen Ski-Weltcup ihre Bestform erreicht. Nach Platz 2 im Super-G und Rang 5 im Slalom wurde die 29-Jährige am Sonntag Vierte im Riesenslalom.

HB/dpa HAFJELL/NORWEGEN. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ende der Saison. Es lief für mich einfach brutal gut", sagte Ertl, die beim Weltcup-Finale im norwegischen Hafjell trotz einer Grippe noch den Sprung auf Rang 5 im Gesamtweltcup schaffte: "Das gibt mir Motivation für die nächste Saison."

Kristina Koznick (USA) im Slalom und Karen Putzer (Italien) im Riesenslalom gewannen die letzten beiden Weltcup-Rennen. Anja Pärson (Schweden) holte sich die Riesenslalom-Kristallkugel. Die Weltmeisterin hatte nach neun Rennen nur einen einzigen Punkt Vorsprung auf Putzer. "Das ist die schönste Krönung, die man sich vorstellen kann", jubelte Putzer. Janica Kostelic (Kroatien) hatte sowohl Gesamtweltcup als auch die Slalom-Wertung bereits vorzeitig gesichert und lässt sich am Mittwoch den Meniskus operieren.

Nach einer verkorksten Weltmeisterschaft ohne Medaille nahm der deutsche Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier das Saisonende zufrieden zur Kenntnis. "Wir haben mit zehn Podest-Platzierungen eine sehr ordentliche Saison abgeliefert. Wir waren nicht so schlecht, wie wir nach der WM gemacht worden", meinte Maier, der sich über die Fortsetzung seiner Tätigkeit noch nicht im Klaren sein kann: "Der Deutsche Skiverband wird seine Personalentscheidungen Mitte April bekanntgeben. Ob es dabei auch um meine Position geht, spielt dabei keine Rolle."

Martina Ertl hatte bereits am Samstag als Fünfte im Slalom ihre ausgezeichnete Form zum Saisonende bestätigt und ihr bestes Resultat in der technischen Disziplin seit März 2001 erreicht. Trotz einer Grippe lag die Lenggrieserin in 1:47,04 Minuten nur 1,37 Sekunden hinter Siegerin Kristina Koznick (1:45,67). Die 27-Jährige aus den USA setzte sich vor Laure Pequegnot (Frankreich) und der Österreicherin Marlies Schild durch. Monika Bergmann (Lam) kam nach einem schweren Fehler im ersten Lauf in 1:49,06 nur auf den 16. Platz. Annemarie Gerg (Lenggries) schied im zweiten Lauf aus.

In der nächsten Saison will die neben Maria Riesch letzte deutsche Allrounderin nur noch in Ausnahmefällen in der Abfahrt starten, um größere Chancen in den technischen Weltcup-Wertungen zu haben. "Da ist sicher noch ein bisschen mehr drin", sagte die Neunte des Slalom- Weltcup.

Kristina Koznick beendete mit ihrem sechsten Weltcup-Sieg die beeindruckende Serie des Duos Kostelic und Pärson (Schweden). Seit 13 Monaten hatte bei allen elf Slaloms - inklusive Olympischer Winterspiele und Weltmeisterschaft - eine der beiden gewonnen. Gesamt- und Disziplin-Weltcupsiegerin Kostelic war auch in Hafjell auf dem Weg zu ihrem sechsten Saisonsieg, stürzte aber kurz vor dem Ziel. Pärson wurde diesmal hinter Martina Ertl Sechste.

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