"Das Gros der touristischen Ernte war bereits vor dem 11. September eingefahren."
Touristikbranche glaubt an wachsende Reiselust

Die deutsche Touristikbranche setzt nach massiven Buchungseinbrüchen bei Urlaubsreisen wegen der Anschläge in den USA auf wieder wachsende Reiselust. "Wir haben allen Anlass zu realistischem Optimismus", sagte der Präsident des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter-Verbands (DRV), Klaus Laepple, am Freitag bei der Jahrestagung in Leipzig.

dpa LEIPZIG. Laut einer Umfrage des Verbandes schätzen 42 % der Reisebüros ihre wirtschaftliche Lage auch nach den Anschlägen als gut ein, 15 % als schlecht. Fast 70 % der Unternehmen sehen allerdings die Terrorfolgen als Gefahr für ihre Geschäftsentwicklung. Die Buchungen für die Wintersaison liefen daher noch verhalten an.

Das Tourismusjahr 2000/2001 (31.Oktober) habe trotz Einbußen branchenweit mit einem deutlichen Plus geschlossen. "Dies verdanken wir dem Umstand, dass das Gros der touristischen Ernte bereits vor dem 11. September eingefahren war," sagte Laepple. Das Geschäftsklima in der Touristik sei besser als in der Gesamtwirtschaft. Der Staat müsse nicht nur Fluggesellschaften, sondern auch Reiseveranstaltern einen Ausgleich für finanzielle Schäden wegen der mehrtägigen Sperrung des US-Luftraums nach den Anschlägen zahlen.

Angesichts der Verunsicherung vieler Menschen gegenüber Flugreisen sollten Veranstalter und Reisebüros mehr Angebote bei Busreisen und Urlaubsarrangements im eigenen Land machen, regte Laepple an. Der DRV-Präsident mahnte die Branche, "in der Öffentlichkeit jetzt nicht das große Heulen und Zähneklappern" anzustimmen. "Wer lauthals über Stornierungen, ausbleibende Buchungen, Kurzarbeit oder Entlassungen jammert, verunsichert unsere gemeinsame Kundschaft nur noch mehr." Gefragt seien vielmehr Besonnenheit, Flexibilität und stärkeres Eingehen auf Kundenwünsche.

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