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Das große Warten

Die Wall Street befindet sich weiterhin auf der Suche nach Käufern. Zunächst war der Markt noch ausgeglichen in den Handel gestartet. Aber in den Mittagsstunden verlässt die Investoren der Mut. Es fehlen Kaufargumente.

Quartalszahlen vom Vortag sind zwar weitestgehend positiv ausgefallen. Aber vor den Geschäftszahlen von Hewlett-Packard und Dell am Donnerstag sowie neuen Konjunkturdaten, die ebenfalls morgen veröffentlicht werden, wollen sich Anleger offenbar nicht die Finger verbrennen. Vorsicht ist Trumpf. Am kommende Dienstag wird zudem die amerikanische Notenbank ihre nächste Sitzung abhalten. Dies ist ein weiterer Grund für den schleppenden Handelsverlauf.

Die wichtigsten Geschäftszahlen wurden bereits gestern nach Handelsschluss veröffentlicht. Dabei sind die Ergebnisse von Applied Materials, BEA Systems und Network Aplliance auf den ersten Blick nicht schlecht ausgefallen. Aber es gab auch kleine Schönheitsfehler. Die Aktien von Applied Materials legen knapp ein Prozent zu, und die Papiere von Network Appliance gewinnen rund ein Prozent. BEA Systems verliert in den Mittagsstunden fünf Prozent an Wert. Zu den größten Verlierern im Nasdaq Composite gehört auch Dell Computer. Vor den Quartalszahlen hat die Credit Suisse First Boston die Gewinnerwartungen sowohl für das laufende als auch das kommende Geschäftsjahr nach unten korrigiert.

Bessere Zeiten erlebt der amerikanische Einzelhandel. Jüngstes Beispiel: Federated Department Stores. Der Besitzer der New Yorker Kaufhäuser Macy´s und Bloomingdale´s hat im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr einen Gewinnanstieg um 37 Prozent erzielt. Mit 86 Millionen Dollar oder 43 Cents pro Aktie wurden die Erwartungen um zwei Cents pro Aktie übertroffen. Auch im Gesamtjahr dürfte das Ergebnis über den durchschnittlichen Analystenschätzungen liegen, meint das Management. Enttäuscht äußert sich Finanzchefin Karen Hogut allerdings über die Umsatzentwicklung. Der Umsatz ist im zweiten Quartal um acht Prozent auf 3,73 Milliarden Dollar gefallen. Die Aktie legt dennoch knapp drei Prozent zu.

Auf der Gewinnerseite stehen heute auch die Papiere von Coca-Cola. Pläne für ein Joint Venture mit Procter & Gamble wurden zurück geschraubt. Danach werden beide Firmen ihre Produktlinien behalten und nicht in das Joint Venture einbringen. Die Unternehmen befinden sich weiterhin in Gesprächen, Pringles Chips mit Coca-Cola Getränkewagen auszuliefern. Coke Papiere verbuchen keine großartigen Gewinne, stehen aber dennoch an der Spitze des Dow Jones Index. Zu den größten Verlierern gehören Technologietitel wie Microsoft, IBM und Intel. Neben Coca-Cola können auch weitere Konsumtitel zumindest leichte Kursgewinne behaupten.

Weiterhin im Sinkflug befindet sich US-Airways. Die Fluggesellschaft sucht nach Wegen, alleine zurecht zu kommen, nachdem die amerikanische Wettbewerbsbehörde eine mögliche Übernahme durch United Airlines untersagt hat. So soll die Anzahl regionaler Jets gesteigert werden. Zudem sucht das Management nach neuen Vereinbarungen mit der Belegschaft. Ziel: die Arbeitskosten sollen gesenkt werden. Das dürfte ein schwieriges Unterfangen sein. Die Aktie fällt rund drei Prozent.

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