Das Insolvenzgeld umfasst auch Zuschläge
Gehaltsforderungen gehen bei Konkurs nicht verloren

Gerät ein Unternehmen bei den Gehaltszahlungen in Verzug, ist das oft ein letztes Warnsignal vor der bevorstehenden Pleite.

ddp BERLIN. Muss der Arbeitgeber tatsächlich die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen, gehen die Beschäftigten dennoch nicht leer aus, denn nicht gezahlte Löhne werden für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten vom Arbeitsamt übernommen. Allerdings muss das so genannte Insolvenzgeld unbedingt innerhalb zweier Monate nach Beginn des Insolvenzverfahrens beim Arbeitsamt beantragt werden.

Das Insolvenzgeld umfasst neben dem Bruttogehalt auch Zuschläge für Schicht- oder Akkordarbeit. Zudem übernimmt das Arbeitsamt auch die Zahlung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Für die Auszahlung von Gratifikationen wie Weihnachtsgeld oder besonderen Prämien gibt es Sonderregelungen. So hat ein Arbeitnehmer nur Anspruch auf solche Zahlungen, die auch tatsächlich dem Drei-Monats-Zeitraum vor der Insolvenz zuzurechnen sind. Ausstehendes Weihnachtsgeld beispielsweise wird nur dann in voller Höhe gezahlt, wenn im Tarifvertrag für den Kündigungsfall keine anteilige Zahlung vorgesehen ist. Andernfalls zahlt das Arbeitsamt nur monatliche Abschläge, also maximal drei Zwölftel des Weihnachtsgeldes bei einer Zahlung des Insolvenzgeldes über drei Monate.

Weitere Informationen zum Insolvenzgeld bietet jedes Arbeitsamt. Im Internet stellt die Bundesanstalt für Arbeit außerdem ein ausführliches (24-seitiges) Merkblatt (als pdf-Format) bereit.

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