"Das ist für mich unakzeptabel"
Stoiber stimmt sich in Irak-Frage mit Frankreich ab

In der Debatte um einen US-Angriff auf Irak sieht Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber nach einem Gespräch mit dem französischen Ministerpräsidenten Jean-Pierre Raffarin Gemeinsamkeiten mit Frankreichs Position.

Reuters BERLIN. Beide seien sie der Auffassung, "dass das Mandat für Maßnahmen gegenüber dem Irak allein bei der Uno liegt", sagte Stoiber in Berlin. Raffarin habe ihn am Montag angerufen. "Wir haben natürlich die aktuelle Situation erörtert und auch abgestimmt."

Stoiber sagte, er sei "außerordentlich enttäuscht", dass Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in der Irak-Frage nicht das direkte Gespräch mit US-Präsident George W. Bush suche. "Das ist für mich unakzeptabel für das deutsch-amerikanische Verhältnis", sagte Stoiber. "Ich befürchte ein gewisse Isolation Deutschlands." Auch innerhalb Europas sei Deutschland in dieser Frage zunehmend isoliert. Im Falle seines Wahlsieges werde er von der US-Sicht abweichende deutsche Meinungen direkt mit Bush erörtern und zudem ein enges deutsch-französisches Verhältnis pflegen.

Schröder hatte den Vorwurf der Union zurückgewiesen, er suche nicht das persönliche Gespräch mit Bush. Es habe kein Telefonat gegeben und es sei auch keins geplant, weil die Positionen hinreichend klar seien, hatte Schröder erklärt. "Wir wissen beide voneinander, was wir denken." Ein persönliches Problem gebe es nicht. Schröder lehnt eine Militäraktion gegen Irak ab.

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