„Das ist nicht unser Geschäft“
Puma erteilt Einstieg bei VfB Absage

Trikot-Sponsoring ja, Beteiligung nein - der Sportartikelhersteller und Ausrüster der Stuttgarter hat kein Interesse an einer Beteilung bei den Schwaben nach Vorbild des FC Bayern und Adidas. Finanzbeteiligungen seien Puma zu riskant, sagte Vorstandschef Jochen Zeitz am Donnerstagabend im Club Wirtschaftspresse München.

HB MÜNCHEN. Nach der Beteiligung beim italienischen Champions-League-Teilnehmer Lazio Rom strebe der Konzern keine weiteren Beteiligungen an, sagte Zeitz. "Die Gegenleistung für uns muss immer Trikot-Sponsoring sein. Dafür sind wir bereit zu bezahlen." Die knapp zweiprozentige Beteiligung an Lazio Rom sei dem Unternehmen im Rahmen eines Sponsoren-Vertrags als Zusatzleistung zugefallen. Höhere Finanzbeteiligungen seien Puma aber zu riskant: "Das ist nicht unser Geschäft."

Stuttgart-Präsident Erwin Staudt hatte gesagt, die Schwaben wollten sich wirtschaftlich künftig am FC Bayern orientieren. Das hatte Spekulationen über ein größeres Engagement von Puma ausgelöst. Konkurrent Adidas-Salomon ist mit zehn Prozent an der FC Bayern AG beteiligt. Zeitz betonte, er kenne die genauen Pläne von Staudt nicht. Er könne nicht völlig ausschließen, dass im Rahmen eines Sponsoren-Vertrags Anteile im kleineren Umfang eines Gesamtpakets an den Sportartikelkonzern gingen: "Ein Anteil von zehn Prozent wäre uns mit Sicherheit zu hoch."

Puma hat mit Stürmer Kevin Kuranyi und Torwart Timo Hildebrand zwei VfB-Profis unter Vertrag. In der Fußball-Bundesliga rüstet das Unternehmen neben den Schwaben auch den VfL Wolfsburg aus. Der Sportartikelhersteller setzt im Wettbewerb der Ausrüster eher auf Nischen und ist zum Beispiel Trikot-Sponsor von Italien und Kamerun. "Wenn ich mich zwischen der italienischen und der deutschen Nationalmannschaft entscheiden müsste, würde ich immer Italien wählen", so Zeitz. Die Italiener passten besser zum Lifestyle-Image von Puma als die Deutschen mit ihrem "statischen Spiel".

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