"Das ist völliger Blödsinn"
Schmid dementiert Bericht über Transaktion

Mobilcom-Hauptaktionär Gerhard Schmid hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, demzufolge er ein Drittel seiner Aktien an dem Mobilfunkanbieter an seine Ehefrau übertragen haben soll.

Reuters HAMBURG. "Das ist völliger Blödsinn", sagte Schmid am Donnerstag. Bei der laufenden Auseinandersetzung um die Rettung von Mobilcom werde "PR-Krieg" geführt, bei dem die andere Seite "eben auch gut" sei. Die am Vorabend unterbrochenen Verhandlungen Schmids mit der Bundesregierung über die Verwaltung seiner Mobilcom-Anteile sollten am Donnerstagmorgen fortgesetzt werden, sagte die Sprecherin weiter. Die Aktienübertragung ist wichtiger Bestandteil eines im Grundsatz bereits ausgehandelten Rettungspakets, durch das Mobilcom vor der drohenden Insolvenz bewahrt werden soll.

Unterdessen sagte ein Mobilcom-Sprecher, das Unternehmen sei am Donnerstag noch nicht gezwungen, wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anzumelden. "Das Geld reicht noch", sagte Firmensprecher Matthias Quaritsch. "Der rote Insolvenzordner bleibt heute noch im Regal stehen." Mobilcom drohen die Mittel auszugehen, wenn ein im Grundsatz bereits ausgehandeltes Rettungspaket im Milliardenumfang nicht umgesetzt werden kann. Dafür fehlt weiterhin die Unterschrift Schmids unter einen Vertrag, mit dem er seine Aktien auf einen Verwalter überträgt.

Die "Deutsche Financial Times" berichtete in ihrer Donnerstagausgabe, der Mobilcom-Hauptaktionär habe fast ein Drittel seiner Aktien auf seine Frau übertragen. Mit einer derartigen Transaktion würde Schmid den Treuhändervertrag unterlaufen und die Rettung des Unternehmens damit gefährden. France Telecom macht für eine weitgehende Entschuldung des Büdelsdorfer Unternehmens zur Voraussetzung, dass Schmid seine Anteile abgibt und jeden Einfluss auf Mobilcom abgibt. Bei dem Bericht berief sich die FTD auf ein Schmid-Sprecher. Der sagte Reuters allerdings, er habe nie eine solche Aussage gemacht.

Letzter verbliebener Streitpunkt in den Verhandlungen mit der Bundesregierung ist den Angaben zufolge immer noch die Person des Treuhänders. Während Schmid den früheren Debitel-Chef Joachim Dreyer damit beauftragen will, favorisierte die Bundesregierung den Düsseldorfer Rechtsanwalt Reinhard Dalwigk.

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