Das Jahr im Zeitraffer
Dezember 2002

Von vorweihnachtlicher Ruhe war im Dezember 2002 keine Spur: Die United Airlines flog in den größten Konkurs der Luftfahrtgeschichte, die Bundesregierung brachte die Initiative für den Samstags-Einkauf bis 20.00 Uhr auf den Weg und der angeschlagene Autokonzern Fiat strich 5 600 Stellen:

01. Dezember: Der Transrapid in Schanghai absolviert seinen ersten großen Test: Die Magnetschwebebahn fährt erstmals die gesamte rund 30 Kilometer lange Strecke mit einer Höchstgeschwindigkeit von 405 Kilometern pro Stunde ab.

02. Dezember: Die EU-Staaten haben sich mehrheitlich auf ein weitgehendes Verbot von Tabakwerbung in der Europäischen Union (EU) verständigt, gegen das Deutschland voraussichtlich klagen wird. EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne nannte die Entscheidung "einen weiteren Sargnagel für die Tabakindustrie".

02. Dezember: Gegen Jürgen W. Möllemann wird von der FDP ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.

04. Dezember: Die Zahl der Unternehmens-Pleiten ist 2002 auf die Rekordmarke von fast 40 000 gestiegen, meldet Creditreform.

05. Dezember: Einen Monat nach der US-Notenbank senkt auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins deutlich - um 0,5 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent. Es ist die erste EZB-Zinssenkung 2002.

05. Dezember: Die hochverschuldete France Télécom kündigt einen drastischen Sparplan mit dem Abbau von 20 000 Stellen an. Der Staat will mit einer Finanzspritze von neun Milliarden Euro unter die Arme greifen. Die EU-Kommission kündigt eine Prüfung an. Für 2002 wird ein Rekordverlust von 17 bis 19 Milliarden Euro angekündigt.

07. Dezember: Die Regierung in Bagdad legt vor Ablauf eines Uno-Ultimatums einen detaillierten Bericht über ihre Rüstungsprogramme vor.

09. Dezember: Angelika Beer und Reinhard Bütikofer werden die neuen Vorsitzenden der Grünen.

09. Dezember: Größter Konkurs der Luftfahrt-Geschichte: United Airlines, die zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt, ist zahlungsunfähig. Sie will sich binnen 18 Monaten unter Gläubigerschutz sanieren.

09. Dezember: Nach dem Scheitern von Verhandlungen zwischen Fiat, den Gewerkschaften und der Regierung werden die ersten 5 600 von insgesamt 8100 Stellenstreichungen bei dem schwer angeschlagenen Autokonzern eingeleitet. Wochenlange Arbeiterproteste - auch mit Blockaden von Straßen, Flughäfen und Bahnhöfen - haben nichts gebracht.

11. Dezember: Samstag-Einkauf bis 20.00 Uhr: Die Bundesregierung beschließt einen Gesetzesentwurf für längere Öffnungszeiten. Er soll bereits zum 1. April 2003 in Kraft treten.

12. Dezember: Die Austragung der Fußball-EM 2008 wird von der UEFA an Österreich und in die Schweiz vergeben.

13. Dezember: Der EU-Gipfel in Kopenhagen macht den Weg zur Osterweiterung der Europäischen Union frei. Die Türkei erhält kein festes Beitrittsdatum, aber immerhin die Aussicht, dass ab 2004 Verhandlungen beginnen könnten.

15. Dezember: Das neue Preissystem der Deutschen Bahn tritt in Kraft.

16. Dezember: Kanzler Schröder kündigt eine 25-prozentige Abgeltungsteuer auf Zinserträge an. Der Vorstoß soll die wochenlangen Querelen um die steigende Abgabenlast ebenso beenden wie die Forderungen aus der SPD nach der Wiedereinführung der Vermögensteuer.

18. Dezember: Henning Schulte-Noelle tritt als Vorstandsvorsitzender des Allfinanzkonzerns Allianz zurück. Sein Nachfolger wird ab April 2003 Michael Diekmann.

19. Dezember: Der Goldpreis steigt und steigt. Beim Londoner Fixing notierte Gold mit 345,75 US-Dollar je Feinunze auf dem höchsten Stand seit Mai 1997.

26. Dezember: Das Deutsche Fernsehen feiert 50-jähriges Jubiläum.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%