"Das Jahr ist so gut wie gelaufen"
Dax-Ausblick: Verschnaufpause statt Jahresendrally

Mit Blick auf die bevorstehenden Weihnachtstage und das Jahresende haben sich die Anleger mit Käufen an den Aktienmärkten in der abgelaufenen Woche zurückgehalten. Analysten prognostizieren auch für die kommende Woche eine weitere Verschnaufpause.

vwd. Bei allmählich nachlassender Umsatztätigkeit schwenkten die Aktienbörsen der Eurozone in eine Konsolidierungsphase ein. Die abwartende Haltung wurde durch den pessimistischen Ausblick der US-Notenbank sowie durch die von der Europäische Zentralbank (EZB) deutlich gesenkten Wachstumserwartungen für die Länder der Eurozone noch verstärkt.

Geringe Aktivität an den Aktienmärkten

Die DZ Bank prognostiziert daher geringe Aktivität an den Aktienmärkten und ein Anhalten der Verschnaufpause auch in der kommenden Woche. "In den letzten Tagen vor dem Jahreswechsel rechnen wir mit ruhigen Sitzungen und geringen Volumina", heißt es. Dazu passt, dass viele institutionelle Anleger bereits ihre Bücher gechlossen haben und sich die Umsätze beim Dax vermindern. "Diese Jahr ist so gut wie gelaufen", meinen Händler. Da sich Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung bereits im ersten Quartal des neuen Jahres zerschlagen haben, gehen Händler nicht davon aus, dass es noch eine so genannte Jahresendrally geben wird. "Die Risiken überwiegen, wie man auch an den Gewinnwarnungen solcher Technologiekonzerne wie Lucent oder Oracle sieht", sagt ein Investmentstratege einer Großbank.

Rasche Konjunkturwende ist zu bezweifeln

Auch die elfte Zinssenkung der Federal Reserve auf jetzt 1,75 % - der tiefste Stand seit 1961 - nährte eher die Zweifel an einer raschen Konjunkturwende, als dass sie den Märkten noch einen Schub geben konnte. Solche Konjunktursorgen werden daher wohl auch noch den saisonüblich günstigen Jahresauftakt 2002 stärker belasten. Außerdem sollten im Umfeld der im Januar beginnenden Berichtssaison der Unternehmen zum vierten Quartal die Ertragsunsicherheiten wieder stärker in den Vordergrund treten.

Restrukturierungsaufwendungen belasten Unternehmen

Dafür spricht nicht nur die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die im vierten Quartal besonders schlecht verlaufen ist, auch hohe Restrukturierungsaufwendungen der Unternehmen könnten die Ergebnisrechnung stärker als erwartet belasten und zu Irritationen beitragen. Ob der Unternehmensausblick die hoch gesteckten Ertragserwartungen erfüllen wird, muss angesichts des noch ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds bezweifelt werden. Ein Durchstarten des Marktes zu Beginn des neuen Jahres halten Händler unter solchen Umständen für nicht sehr wahrscheinlich und erwarten statt dessen eine Fortsetzung der bereits begonnenen Konsolidierungsphase.

Auch technische Indikatoren weisen in die gleiche Richtung: Die im September begonnene Kurserholung reicht nur bis in den oberen Bereich des Abwärtstrendkanals, der damit weiterhin intakt bleibt. Überkaufte Kurzfristindikatoren sowie die im überkauften Bereich gedrehte lange Momentumskurve signalisieren stärkeren Konsolidierungsbedarf.

Es folgt ein Überblick über die Aktien-Einschätzungen und- Empfehlungen von der Hessischen Landesbank.

Hessische Landesbank

 Gewinn je Aktie 00eGewinn je Aktie 01eEmpfehlung
Adidas Salomon4,855,24untergewichten
Allianz7,211,2neutral

BASF

1,022,08übergewichten

Bayer

0,891,64neutral

BMW

2,452,70neutral

Commerzbank

0,160,28neutral

DaimlerChrysler

0,902,50untergewichten
Dt. Bank4,825,25übergewichten
Degussa-Hüls1,202,53übergewichten
Dt. Post1,401,54übergewichten
Dt. Telekom-0,540,22neutral

E.ON

2,673,05neutral

Epcos

2,281,81untergewichten

FMC

2,764,16neutral

Henkel

Vz.
2,133,31übergewichten
HypoVereinsb1,021,25neutral

Infineon

-0,92-0,48neutral

Lufthansa

0,110,78übergewichten

Linde

2,442,60übergewichten

MAN

1,051,20neutral

Metro

1,481,74übergewichten

MLP

Vz.
0,991,31neutral
Münchner Rück.2,6510,90neutral
Preussag1,762,02untergewichten

RWE

2,242,52übergewichten

SAP

Vz.
1,732,91übergewichten

Schering

2,152,52übergewichten

Siemens

0,621,22neutral

ThyssenKrupp

0,510,75übergewichten

Volkswagen

7,046,70übergewichten
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