Das Land hat die schlechteste Wasserqualität Europas
Polen: Umweltschutz-Investitionen von 30 Mrd. Euro erforderlich

dpa WARSCHAU. Zur Anpassung an EU-Umweltstandards muss Polen 30,5 Mrd. Euro (rund 60 Mrd. DM) in den Umweltschutz investieren. Die höchsten Kosten fallen bei der Verbesserung der Wasserqualität an, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP heute von einer internationalen Konferenz über die Umweltsituation in den Ländern der Beitrittskandidaten im oberschlesischen Szczyrk. Auf der Konferenz wollen Umweltexperten und Politiker aus den ostmitteleuropäischen EU-Kandidatenländern über Prioritäten beim Umweltschutz beraten und entsprechende Vorschläge für die EU- Kommission ausarbeiten.

Allein in den Ausbau des Kanalisationsnetzes muss Polen nach Angaben von Experten 9,1 Mrd. Euro investieren. Hydrobiologen hatten am Montag auf einer wissenschaftlichen Tagung im ostpolnischen Bialystok darüber geklagt, dass in Polen ein mittlerweile alarmierender Mangel an sauberem Wasser herrsche. Polen habe die schlechteste Wasserqualität Europas. In mehreren polnischen Großstädten hat das Leitungswasser keine Trinkwasserqualität. Tausende Bewohner der polnischen Hauptstadt Warschau etwa holen sich ihr Trinkwasser in Brunnenhäusern in ihrem Stadtteil oder kaufen zum Kochen Mineralwasser.

Abgesehen vom Schutz natürlicher Ressourcen muss Polen rund zwölf Mrd. Euro investieren, um das Risiko industrieller Umweltverschmutzung zu senken. Etwa die Hälfte dieser Summe muss für den Energiesektor aufgebracht werden, hieß es. Die EU unterstützt einen Teil der Umweltschutzmaßnahmen aus den Mitteln des ISPA- Programms.

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