Das Leder rollt wieder
BVB und Bochum wollen erste Zeichen setzen

Borussia Dortmund und der VfL Bochum wollen gleich im ersten Pflichtspiel der neuen Fußball-Saison deutliche Zeichen setzen. "Wir möchten im Liga-Pokal so auftreten, dass unsere Anhänger Grund haben, sich auf die neue Spielzeit zu freuen. Meine Mannschaft wird engagiert und motiviert in das Spiel gehen", verspricht BVB-Trainer Matthias Sammer vor dem Auftaktmatch des mit 3,7 Mill. ? dotierten Wettbewerbs gegen den Nachbarn am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD).

HB/dpa DORTMUND/BOCHUM. Die Partie im Wattenscheider Lohrheidestadion, das nach dem Umbau 16 300 Fans Platz bietet, ist Formüberprüfung und Bundesliga-Generalprobe zugleich. Dem BVB machte die Enttäuschung über Platz drei in der Liga lange zu schaffen. Sammer hofft, dass "dieses Negativ-Erlebnis" bei seinen Akteuren zur Selbsterkenntnis führte und für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgt. Er sieht das Spiel gegen den VfL als einen willkommenen Test unter Wettkampfbedingungen. "Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Saison und mehr als nur Vorbereitung. Aber der Wettbewerb ist sehr gut besetzt. Deshalb sind Top-Leistungen gefragt, und genau die wollen wir zeigen. Es wird höchste Zeit, dass wir im Liga-Pokal eine bessere Rolle spielen." Bisher erreichte der BVB noch nie das Finale. Die Titel seit 1997 teilten sich Hertha BSC (2001, 2002) und Bayern München (1997-2000).

Die Dortmunder Zielsetzung richtet sich freilich weniger auf den Liga-Cup als vielmehr auf die Jagd nach der Meisterschale. Einen Alleingang von Bayern München wie im Vorjahr (17 Punkte vor dem BVB) dürfe es nicht mehr geben, betonte Sammer nach Abschluss des Trainingslagers in Österreich. "Wir wollen aktiv in die Meisterschaft eingreifen. Klare Sache: Wir peilen Platz eins oder zwei an", sagte der Coach. Auch Präsident Gerd Niebaum glaubt an Läuterung der Profis: "Die Flausen, die einige nach dem Titelgewinn 2002 hatten, sind aus dem Kopf. Die Spieler gehen ernsthafter mit ihrem Beruf um. Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Saison."

Auch Bochum hat, gemessen an den realistischen Möglichkeiten, hohe Ziele. "Wir wollen in der Liga einen Platz besser abschneiden als im Vorjahr. Alles andere wäre Stagnation", verkündet Trainer Peter Neururer selbstbewusst. Mit einem Sieg über den BVB will der VfL schon am Mittwoch seine Ansprüche vor einem Millionen-Publikum an den TV-Geräten untermauern: "Ein West-Derby verliert man ungern. Wir werden Vollgas geben und uns so präsentieren wie wir uns das vorstellen - nämlich erfolgreich", so Neururer. Für den VfL sei der Liga-Pokal sowohl aus finanzieller Sicht als auch in punkto Außendarstellung, Marketing und Image "eine Riesensache".

Mit großer Spannung wird der Auftritt des Brasilianers Amoroso erwartet, der sich nach einer enttäuschenden Spielzeit in der Vorbereitung topfit und voller Tatendrang präsentierte. "Ganz bestimmt wird er mit von der Partie sein", verspricht Sammer. Sein Debüt auf der linken Seite geben könnte Niclas Jensen von Manchester City. Während der BVB mangels weiterer hochkarätiger Neuzugänge überwiegend auf bewährte Kräfte setzt, stehen gleich vier "Neue" vor ihrem ersten Einsatz im VfL-Trikot. Momo Diabang, Philipp Bönig, Thomas Zdebel und Bjarne Gudjonsson drängen ins Team. Der dänische Stürmer und Christiansen-Nachfolger Peter Madsen besaß bis Dienstag noch keine Spielgenehmigung des Fußball-Weltverbands FIFA.

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