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Das mögliche Kabinett von George Bush

Reuters WASHINGTON. Der designierte US-Präsident George W. Bush wird voraussichtlich in den kommenden Tagen sein Kabinett vorstellen. Folgende Politiker gelten als Favoriten für Posten in der künftigen Regierung:

AUSSENMINISTER:

Am Samstag nominierte Bush den pensionierten General Colin Powell für das Amt des Außenministers. Bush gab die Nominierung am Samstagabend in einer Schule in Crawford in seinem Heimatstaat Texas bekannt. Der 63-jährige Powell leitete bereits unter der Regierung von Bushs Vater als Stabschef der Streitkräfte deren Einsatz im Golfkrieg. Im Sicherheitsrat hatte er unter den Präsidenten Ronald Reagan, George Bush und Bill Clinton wichtige Rollen inne.

VERTEIDIGUNGSMINISTER:

Zur Auswahl stehen der Dekan der Nitze School of Advanced International Studies der Johns-Hopkins-Universität, Paul Wolfowitz; der ehemalige republikanische Senator des Bundesstaates Indiana, Dan Coats, sowie der Gouverneur von Pennsylvania, Tom Ridge.



FINANZMINISTER:

Mehrere Finanziers der New Yorker Börse werden als Kandidaten genannt, darunter Walter Shipley, Jack Hennessy und Donald Marron. Shipley gilt als Favorit der Wall Street. Auch Kenneth Lay, ein Freund Bushs und Chef des Energieunternehmens Enron, ist im Gespräch. Als eher unwahrscheinlich, jedoch nicht ausgeschlossen gilt die Ernennung des Präsidenten der New Yorker US-Notenbank, William McDonough. Der Demokrat könnte enge Verbindungen zum Notenbank-Chef Alan Greenspan anbieten.



NATIONALE SICHERHEITSBERATERIN:

Als wahrscheinliche Wahl gilt die Russlandspezialistin Condoleezza Rice, die bereits im Präsidenten-Beraterstab von George W. Bushs Vater, George Bush, mitgearbeitet hatte. Zusammen mit Powell wäre sie die zweite Schwarze in Bushs Kabinett.



JUSTIZMINISTER:

Bush könnte zwischen den beiden republikanischen Gouverneuren Marc Racicot aus Montana oder Frank Keating aus Oklahoma wählen. Racicot war ein Sprecher für Bush während der juristischen Kontroverse zur Präsidentenwahl in Florida.



WIRTSCHAFTSBERATER:

Ein ehemaliger Gouverneur der US-Notenbank, Lawrence Lindsey, wird vermutlich einen wichtigen Wirtschaftsposten unter Bush erhalten. Ein mögliches Amt wäre der des Leiters des Nationalen Wirtschaftsrates. Lindsey könnte auch Vorsitzender des Rates der Wirtschaftsberater (CEA) werden. Der scheidende US-Präsident Bill Clinton hatte den Nationalen Wirtschaftsrat ins Leben gerufen. Es wird vermutet, dass Bush den Rat in irgendeiner Form fortführen wird, den Namen jedoch ändern könnte.

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