Das neue Programm "Thyssen-Krupp best" macht Hoffnung
Kommentar: Thyssen-Krupp vor einem kalten Winter

Ekkehard Schulz ist nicht zu beneiden. Seit er Anfang Oktober das Amt als alleiniger Vorstandsvorsitzender der Thyssen-Krupp AG übernommen hat, muss er sich als Krisenmanager beweisen. Dass der traditionsreiche Ruhrkonzern für das Ende September beendete Geschäftsjahr keine guten Gewinnzahlen vorlegen konnte, war schon länger klar. Dass die Konjunkturflaute - verstärkt noch durch die Unsicherheiten nach den Terroranschlägen in den USA - das Unternehmen aber derart treffen würde, war vor wenigen Monaten noch nicht absehbar. Vor allem die beiden wichtigsten Bereiche bei Thyssen-Krupp, also Automotive und Steel, haben jetzt mit Problemen zu kämpfen.

Thyssen-Krupp steht vor einem kalten Winter. Stahlarbeiter müssen sich auf Kurzarbeit und Produktionskürzungen einstellen, Aktionäre auf gekürzte Dividenden. Und wann es wieder aufwärts geht, kann derzeit noch niemand genau sagen. Glaubt man den Prognosen der Experten, wird die Konjunktur in den USA und Europa erst Mitte nächsten Jahres wieder anspringen. Für das laufende Geschäftsjahr von Thyssen-Krupp wird dies dann nur noch bedingt positive Effekte haben. Zu alter Stärke wird der Konzern daher erst 2002/03 kommen können.

Positiv wird sich bis dahin aber bemerkbar machen, dass die Milliarden-Schulden in den vergangenen Monaten deutlich abgebaut wurden. Dies gibt Schulz und seinen Vorstandskollegen Luft und eventuell auch die Chance, einzelne Konzernbereiche durch Zukäufe weiter zu verstärken. Die kommenden Monate muss Thyssen-Krupp nutzen, Effizienz und Schlagkraft weiter zu erhöhen. Dann wird der Konzern im nächsten Jahr auch gestärkt aus einer schwierigen Zeit herauskommen. Das neue Programm mit dem Namen "Thyssen-Krupp best", das Vorstandschef Schulz jetzt aufgelegt hat, macht daher Hoffnung.

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