Das Olympische Komitee will Missbrach unterbinden
Olympia: Massenklage gegen Internet-Seiten

dpa LAUSANNE. Mit einer Klage gegen 1 800 Internet-Nutzer in den USA wollen das Internationale Olympische Komitee (IOC), das Nationale Olympische Komitee des Landes (USOC) und das Organisationskomitee der Winterspiele in Salt Lake City (SLOC) die Nutzung der Begriffe «olympisch» und «Olympiade» unterbinden lassen. Die drei Organisationen beziehen sich mit ihrer Klage der unrechtmäßigen Nutzung vor einem US-Bundesgericht auf zwei Gesetze. Das eine regelt seit 1999 den Verbraucherschutz im Internet. Das andere Gesetz spricht dem US-NOK seit den 60er Jahren das exklusive Recht zu, die Begriffe olympisch und Olympiade in den USA kommerziell zu verwerten.

Das juristische Vorgehen begründete IOC-Vizepräsident Richard Pound in einer am Donnerstag in Lausanne veröffentlichten Erklärung mit dem Missbrauch der Begriffe und der Vortäuschung, es handele sich um offizielle oder ermächtigte Organisationen oder Personen. Es müsste sichergestellt werden, dass alle Einnahmen aus dem olympischen Marketing ausschließlich der Olympischen Bewegung zugute kommen.

Pound führte weiter aus, dass unter den 1 800 Webseiten 168 seien, die sich fälscherweise mit den Spielen 2000, 2002, 2004 und 2006 in Verbindung bringen. Auf 69 Seiten würden Olympia-Tickets Gewinn bringend verkauft, auf 43 würden Wetten angeboten, und auf 15 Seiten stünden die olympischen Begriffe sogar in Verbindung mit pornografischem Material.

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