Das Rennen um Edelmetall wird nicht leicht
Ringer-Hoffnungen ruhen auf den Frauen

Das weibliche Geschlecht darf erstmalig bei Olympia um Medaillen kämpfen. Und bei der Premiere soll ein deutsches Trio vorne mitmischen. Bei den Herren sieht es dagegen düster auf, nachdem der ehemalige Erfolgsgigant Alexander Leipold sich vergeblich um eine Wild Card bemühte. Er hat sich anch mehreren Schlaganfällen mittleweile wieder an die Weltelite rangekämpft.

HB DÜSSELDORF. Mit der Weltmeisterin von 2002 und EM-Zweiten Brigitte Wagner (48 kg), der EM-Zweiten Stephanie Groß (63 kg) und Europameisterin Anita Schätzle (72 kg) schickt Bundestrainer Jürgen Scheibe ein international erfahrenes Trio ins Rennen um olympisches Edelmetall. "Da Frauen-Ringen erstmals olympisch ist, haben die Nationen in den letzten Jahren wahnsinnig zugelegt. Daher wird es für uns immer schwieriger, an vergangene Erfolge anzuknüpfen", sagte der frühere Freistilringer Scheibe.

Bei den Männern erwartet der Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) und Freistil-Bundestrainer Wolfgang Nitschke mindestens zwei Medaillen. Im Griechisch-Römischen Stil soll Vize-Weltmeister Konstantin Schneider (74 kg) ein Wort mitreden. Im Freistil wird Leipold (74 kg), dessen in Sydney gewonnene Goldmedaille wegen eines umstrittenen Dopingfalls aberkannt worden war, nur schwer zu ersetzen sein. Eine Gewichtsklasse höher gilt der eingebürgerte Georgier Dawid Bischinaschwili (84 kg) als Geheimfavorit. Doch auch der Weltcupsieger aus dem Vorjahr, Sven Thiele (120 kg), könnte bis ins Halbfinale vordringen. "Gegen die Übermacht aus Osteuropa und Ringer-Nationen wie Kuba, USA und Iran brauchen wir unbedingt Losglück", sagte Nitschke.

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