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Das Socken-Abonnement

"World of socks" hat das Problem von nicht zusammen passen wollenden Socken gelöst

Jeder braucht sie, niemand kauft sie gerne und dann verärgern sie einen noch, wenn sie mal wieder nicht zueinander passen: die Socken. Den Gang ins Kaufhaus muss man nicht mehr antreten, seit sich findige Internet-Gründer die Idee mit dem Socken-Abonnement ausgedacht haben: unter www.blacksocks.com oder www.soxinabox.de beispielsweise kann man schwarze Socken bequem ordern, bei www.soccus.de gibt es auch noch anthrazitfarbene.

Dem Problem der nicht zusammen passen wollenden Socken hat sich jetzt das neugegründete Internet-Start-up "World of Socks" bei der Konzeption seines Angebots angenommen: Wer sich unter www.world-of-socks.com sein Fußkleid-Abo bestellt, kann sich darauf verlassen, dass dank eingestickter Farbcodes in den Sockenbündchen sich künftig bequem die Farben blau und schwarz auseinanderhalten lassen.

Convenience ist das Stichwort für Christian Bauckholt und Jürgen Karhausen, die World of Socks aus der Taufe gehoben haben. Der Kunde soll es so bequem wie möglich haben, nicht nur beim Einkauf des Produktes, sondern auch, wenn er es benutzt und natürlich ebenso, wenn er es geliefert bekommt. Der Versand per Päckchen ist deshalb für die World-of-Socks-Gründer tabu. Das müsste ja im schlechtesten Fall noch von der Post abgeholt werden. Bei World of Socks kommt die Lieferung im Din A 4 Umschlag an. "Das passt in jeden Briefkasten", so Christian Bauckholt.

Der Marketingprofi, der in den 90er Jahren die Marke Fisherman?s Friend zur Kultmarke aufgebaut hat, hat sich mit der Gründung von World of Socks einen langgehegten Traum von der Selbstständigkeit erfüllt. Doch trotz einer guten Portion Idealismus bleibt der 45jährige ein kühler Rechner: Die 400 000 DM, die er und sein Kompagnon in das Projekt investieren, reichen eineinhalb Jahre. "Bis dahin muss sich zeigen, ob sich World of Socks rechnet", so Bauckholt. Bewusst hätten sie auf Wagniskapital verzichtet. "Wir wollen uns die Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit, schnell auf sich verändernde Bedürfnisse zu reagieren, erhalten", so Bauckholt.

Im Online-Socken-Vertrieb will sich World of Socks vor allem durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis durchsetzen. 13,33 DM frei Haus kostet das Sockenpaar aus hochwertiger Baum- oder Merinowolle im Abo. Um die Marke World of Socks bekannt zu machen, setzt Bauckholt zur Zeit ganz auf Kooperationsmarketing. Mit dem Internet-Start-up Besprechungskeks.de beispielsweise. Die Einkaufssite ist für Sekretärinnen konzipiert, die dort eben nicht nur den etwas anderen Keks für die Besprechung bestellen können, sondern künftig auch das Sockenabo für den Chef. Oder Kiosk24.de, ein Zeitungsabo-Anbieter im Internet, der bald eben auch Socken im Angebot hat. Bei der Bank Credit Suisse ist World of Socks bereits im Intranet vertreten und bietet dort Angebote für die Mitarbeiter an. Mit einem Radiosender ist Bauckholt ebenfalls schon in Verhandlungen, ebenso mit einer Hotelkette: "Als Maßnahme zur Kundenbindung" sieht Marketingprofi Bauckholt im Sockenabo eben noch reichlich ungenutztes Potential.

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