Das unklare US-Wahlergebnis läßt weltweit die Kurse fallen
Kurseinbrüche an den internationalen Börsen

Unsicherheit über den Ausgang der US-Wahlen und düstere Prognosen für Technologieaktien lassen die Kurse an den internationalen Börsen abstürzen.

dpa-afx FRANKFURT/TOKIO. Die Unsicherheit über den Ausgang der Präsidentenwahlen in den USA und düstere Prognosen für Technologieaktien lassen die Kurse an den internationalen Börsen weiter abstürzen. Nach zum Teil kräftigen Verlusten in Tokio und New York verlief auch der Handel in Europa am Donnerstag schwach. Die Märkte in London, Paris, Madrid und Frankfurt verloren teilweise erheblich. Am größten Aktienmarkt Lateinamerikas gaben die Werte ebenfalls nach: In Sao Paulo verlor der Bovespa-Index etwa zwei Prozent. In Mexiko und Argentinien sah es nicht viel besser aus.

Die Wall Street litt zu Handelsbeginn am Donnerstag weiter unter dem ungewissen Ausgang der US-Präsidentenwahl. Es gab erneut Kursverluste auf breiter Front. "Unsicherheit ist nicht gut für die Börse", erklärte Byron Wien von der Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter dem Börsenfernsehsender CNBC. Der Dow-Jones-Index gab in den ersten Minuten des Handels um 0,95 % auf gut 10 803 Punkte nach. Der Standard & Poor's 500-Index fiel um mehr als ein Prozent auf knapp 1 393 Zähler.

Die Technologieaktien fielen weiter. Der technologielastige NASDAQ-Index war bereits am Vortag um 5,39 % eingebrochen. Das Börsenbarometer gab am Donnerstagmorgen nochmals um 90,05 Zähler oder 2,79 % auf 3 141,65 Punkte nach. Grund dafür waren aber vor allem die skeptischen Geschäftserwartungen für diese Unternehmen. Auch die asiatische Leitbörse in Tokio notierte schwächer und schloss am Donnerstag mit deutlichen Verlusten. Der Nikkei-Index büßte 2,2 % ein und rutschte nahe an die Marke von 15 000 Punkten.

Der Dax in Frankfurt notierte mit 6 941 Punkten um knapp ein Prozent leichter als am Vortag. Gewinner im Dax war die Münchener Rückversicherung mit einem Zuwachs von gut vier Prozent auf 388 Euro. SAP war mit einem Minus von 5,8 % 222 Euro der schwächste Wert.

Unter Druck gerieten vor allem die Wachstumswerte. Der NEMAX 50 brach um gut sechs Prozent auf 4 173 Zähler ein. Händler erklärten die hohen Verluste am Neuen Markt und bei den Technologiewerten im Dax mit den ausgesprochen schwachen Vorgaben der US-Computerbörse NASDAQ. Der Nebenwerteindex MDax fiel um 0,71 % auf 5 033,70 Punkte. Der Euro stieg am Donnerstagmittag wieder leicht über die 0,86-Marke. Er wechselte in Frankfurt für 0,8613 $ den Besitzer. Der Dollar kostete damit 2,2832 DM.

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