"Das Wachstum der Euro-Zone wird stärker"
"Zinsen sind nicht schlecht für die Wirtschaft"

Eine Wiederbelebung der Wirtschaft in der Eurozone wird nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Nout Wellink derzeit nicht durch die Zinsen behindert. Im Gegenteil: Die Geldpolitik sein locker und stimulierend.

HB DUBAI. "Die Geldpolitik behindert auf keinen Fall die Erholung", sagte Wellink, der zugleich Präsident der niederländischen Notenbank ist, in am Rande der Herbsttagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) am Sonntag in Dubai. "Im Gegenteil, die Geldpolitik derzeit ist locker und stimulierend", sagte er nach einem Treffen der Finanzminister- und Notenbankchefs der zehn führenden Industrienationen (G10).

Die Finanzmärkte rechnen damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins noch für einige Monate auf dem derzeitigen Rekord-Tief von 2,0 Prozent belässt.

Wellink lehnte es ab, dazu Stellung zu nehmen, ob die EZB vorläufig ihre Geldpolitik unverändert lassen werde. Er erklärte statt dessen, das Wachstum in der Euro-Zone werde allmählich stärker und sich im zweiten Halbjahr seinem Potenzial-Trend annähern. "In Bezug auf Europa bin ich geneigt, den Begriff 'vorsichtig optimistisch' zu benutzen ... wir alle wissen aus der Erfahrung, dass Europa mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung dem folgt, was in den USA geschieht." Anzeichen einer Belebung seien in der Euro-Zone hier und da sichtbar. Er nannte als Beispiel dafür die festeren deutschen Aktienmärkte, die Indikatoren zur Früherkennung von Konjunkturentwicklungen und die wachsende Zuversicht von Unternehmen und Verbrauchern.

Der G10 gehören elf Staaten an. Neben den G7-Ländern USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien sind dies Belgien, die Niederlande, Schweden und die Schweiz.

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