„Das war ein guter Start“
Applaus für den „verlorenen Sohn"

Mit großer Zuversicht und intensiver Arbeit hat der neuen Cheftrainer Ewald Lienen seinen ersten Trainingstag mit den Fußball-Profis von Borussia Mönchengladbach absolviert. "Die Jungs sind sehr motiviert. Das war ein guter Start", sagte der 49 Jahre alte Nachfolger des am Samstag zurückgetretenen Hans Meyer nach der 90-minütigen Übungseinheit.

HB/dpa MÖNCHENGLADBACH. Vier Tage vor dem ersten Punktspiel unter Lienen gegen Borussia Dortmund stehen die abstiegsbedrohten Gladbacher mit zwei Punkten Rückstand auf Platz 15 mit dem Rücken zur Wand. "Wir sind in einer delikaten Situation und müssen weg vom Abstiegsplatz", sagte Lienen.

Um 10.33 Uhr begann die neue Ära unter dem früheren Gladbacher Profi, der zuvor eine halbstündige Ansprache an die Mannschaft hielt. Begleitet von einer großen Medienschar und dem Applaus von rund 300 Zuschauern, bat der neue Borussen-Coach seine Kicker zur ersten gemeinsamen Arbeit auf dem Trainingsplatz. "Hier ist gute Arbeit geleistet worden. Es gibt viele Dinge, die gut sind, an denen man nichts zu verändern braucht", meinte Lienen.

Dazu zählt auch, dass die aussortierten Profis Markus Münch und Marcel Witeczek nicht am Training teilnahmen. Die Vertragsauflösungen mit den beiden erfahrensten Borussen-Spielern sollen am Mittwoch geregelt werden. Lienen war vor seiner Verpflichtung und nach einem zweistündigen Gespräch mit seinem Vorgänger in diese Angelegenheit eingebunden und sagte: "Ich denke, es ist eine korrekte Entscheidung." Von weiteren möglichen Rebellen im Team will der Trainer nichts wissen. "Ich sehe in der Mannschaft eine Reihe von sauberen Charakteren, die alles dafür tun werden, dass der Club da unten rauskommt", meinte Lienen.

Neben den suspendierten Münch und Witeczek stehen dem Gladbacher Coach am Samstag gegen den deutschen Meister der weiterhin gesperrte Steffen Korell sowie der verletzten Joris van Hout nicht zur Verfügung. Am grundlegenden System seines Vorgängers will Lienen nicht viel ändern, eher an der Einstellung. "Wir haben nur Erfolg, wenn wir außerhalb und innerhalb des Platzes als Mannschaft geschlossen auftreten," sagte der Borussen-Coach.

Auch Sportdirektor Christian Hochstätter, früherer Teamgefährte von Lienen, ist von der Fortführung der offensiven Spielweise überzeugt. "Ich glaube, dass er den Fußball spielen lässt, den die Leute hier in den letzten vier Jahren gesehen haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit ihm den Klassenverbleib schaffen", sagte Borussias Sportdirektor.

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