Das will Bush, das will Kerry
Handel

George W. Bush

  • Der Präsident will trotz öffentlicher Debatte über die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer an seiner Freihandelspolitik festhalten. Mit der EU versucht Bush die festgefahrene Welthandelsrunde zu beleben. Dazu ist er offenbar auch zum Abbau der Agrarsubventionen bereit. Ganz weiß ist die Handelsweste von Bush jedoch nicht: Er hat in seiner Amtszeit nicht nur die Agrarhilfen massiv erhöht, sondern auch versucht, Stahlimporte mit Strafzöllen zu erschweren. Bush tendiert angesichts der stockenden Welthandelsrunde zu bilateralen Abkommen. Als Ersatz für die von der WTO als illegal bezeichneten Steueroasen hat Bush niedrigere Unternehmensteuern und höhere Abschreibungen für kleinere Firmen vorgeschlagen. Der Kongress muss bis März entscheiden, wenn er EU-Sanktionen vermeiden will.

John F. Kerry

  • Kerry hat den Job-Export nach Asien im Visier. Möglichkeiten, Steuerzahlungen für im Ausland erzielte Gewinne hinauszuzögern, sollen eingeschränkt werden. Ein zeitlich befristeter Körperschaftsteuersatz von zehn Prozent soll US-Konzerne animieren, ihre Erträge heimzuholen. Außerdem will Kerry in den ersten 120 Tagen seiner Amtszeit alle Handelsabkommen auf den Prüfstand stellen und dafür sorgen, dass Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen bei Handelspartnern eingehalten werden. Kerry steht hinter den Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO), den Marktzugangs-Regelungen für China sowie der Nordamerikanischen Freihandelszone (Nafta). Grundsätzlich fordert Kerry Standards für Umwelt und Arbeitsrechte in allen Handelsverträgen. Allerdings sollten die US-Bestimmungen nicht als verbindliche Messlatte gelten.
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