Das Wirtschaftsduell im Handelsblatt
Lothar Späth im Porträt

Wenn die Union die Wahl gewinnt, dann soll Lothar Späth nach dem Willen von Kanzlerkandidat Edmund Stoiber Minister für Wirtschaft, Arbeit und den Aufbau Ost werden. Der 64-jährige Schwabe mit CDU-Parteibuch bringt große Erfahrung als Politiker und als Manager mit. Schon mit 30 Jahren wurde er Bürgermeister der Stadt Bietigheim. Nach vier Jahren wechselte er in die Bau- und Wohnungswirtschaft. Doch Späths Leidenschaft blieb die Politik. Nach dem Rücktritt Hans Filbingers als Ministerpräsident von Baden-Württemberg 1978 wurde Späth zu dessen Nachfolger gewählt.

Der quirlige Regierungschef mit dem Spitznamen "Cleverle" sorgte bald mit unkonventionellen Ideen für Schlagzeilen und gewann bundesweit an Popularität. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre wurde er als möglicher Nachfolger von Kanzler und CDU-Chef Helmut Kohl gehandelt. Doch Späths politische Karriere endete Anfang 1991 abrupt, als Dienst- und Urlaubsreisen auf Kosten von Privatfirmen bekannt wurden. Späth zog die Konsequenz aus der "Traumschiffaffäre" und trat zurück. Im Juni 1991 wurde er Vorstandschef der Jenoptik GmbH in Jena. Späth brachte das ehemalige Kombinat auf Erfolgskurs und an die Börse. Schwierigkeiten im US-Geschäft sorgten in jüngster Zeit bei Jenoptik für negative Schlagzeilen.

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