Das Wirtschaftsduell im Handelsblatt
Werner Müller im Porträt

Auf die berühmte Frage, was er denn als größtes Unglück empfinden würde, antwortete Werner Müller einmal lakonisch: "Wenn kein kaltes Bier mehr im Haus ist". Seinen trockenen Humor und die für das Ruhrgebiet typische Bodenhaftung hat der langjährige Veba-Manager auch nach vier turbulenten Jahren in der rot-grünen Koalition nicht verloren. Im Gegenteil: Dem parteilosen Quereinsteiger und dem "Vater des Atomausstiegs" macht die Politik mittlerweile Spaß. Im Bundestag gilt Müller inzwischen als beliebter Debattenredner mit Talent zu beißendem Spott und leiser Ironie.

Über seinen beruflichen Tellerrand hat der Strommanager schon geblickt, als er in den 80er-Jahren ein Buch über die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch schrieb. Ab 1991 fungierte Müller als Berater des damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder. Müller spielte auch eine wichtige Rolle bei den Konsensrunden, die Kanzler Helmut Kohl 1992 auf Wunsch der Strombranche und Parteien ins Leben rief. Als Wirtschaftsminister managte Müller im steten Ringen mit den Grünen den Energieumstieg und schaffte das Rabattgesetz ab. In der Kritik steht er wegen des schwachen Wachstums und des geringen Erfolgs im Kampf gegen die ausufernde Bürokratie im Wirtschaftsleben.

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